Welt-MDS-Tag

Als Myelodysplastische Syndrome (MDS) wird eine Gruppe seltener Bluterkrankungen bezeichnet, bei denen die normale Blutbildung bei den Betroffenen auf ähnliche Weise gestört ist.

Jedes Jahr nehmen Patientenorganisationen und Vertreter aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens den Welt-MDS-Tag am 25. Oktober zum Anlass, um über diese spezielle Gruppe von hämatologischen Erkrankungen zu informieren.

MDS – vorwiegend bei älteren Menschen?

Grundsätzlich kann man diese Frage bejahen, da das durchschnittliche Erkrankungsalter von MDS bei über 70 Jahren liegt.1 Aber auch Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene können, wenn auch wesentlich seltener, an MDS erkranken.

Jährlich erkranken 4 bis 5 Personen pro 100.000 Einwohner an Myelodysplastischen Syndromen.2
Zu einem Myelodysplastischen Syndrom kann es kommen, wenn sich das Erbgut der sogenannten Blutstammzellen im Laufe des Lebens krankhaft verändern. Die Blutstammzellen sind eine kleine Gruppe von Zellen im Knochenmark, aus denen während des gesamten Lebens immer wieder neue Blutzellen gebildet werden. Durch bösartige Veränderungen der Blutstammzellen können bei MDS nicht mehr genügend reife und funktionstüchtige Blutzellen gebildet werden. Stattdessen gelangen im Verlauf der Erkrankung vermehrt unreife und verformte Blutzellen in die Blutbahn.

Häufigste Symptomatik bei MDS?

Häufig macht sich als erste spürbare Auswirkung von MDS eine sogenannte Anämie (im Volksmund: Blutmangel), ein Mangel an gesunden, Sauerstoff-transportierenden roten Blutkörperchen (Erythrozyten), bemerkbar. Dadurch ist die Menge an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) geringer, denn Hämoglobin befindet sich überwiegend in den Erythrozyten. Ein Mangel an roten Blutkörperchen führt dazu, dass unsere Organe zu wenig Sauerstoff erhalten. Betroffene fühlen sich nicht nur häufig schnell müde und schlapp, sondern klagen z. B. auch über Schwindel, Kurzatmigkeit, Atemnot und Herzrasen.

Was ist MDS?

Erklärvideo auf www.hämatologie.info

Wissenswertes zum Thema
Auf dem Celgene-Portal hämatologie.info können sich Betroffene und Interessierte über Krankheitsbilder, Ursachen, Symptome und Diagnosen bei MDS informieren. Neben hilfreichen Erklärungen bietet das Portal auch einen Downloadbereich mit weiterführendem Informationsmaterial und eine Übersicht mit Kontaktdaten von Patientenorganisationen. So haben Patienten und Angehörige z. B. über das Kompetenznetz Leukämie und die Leukämiehilfe Rhein-Main e.V. die Möglichkeit, persönliche Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung zu erhalten und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Weiterführende Informationen zum Thema:
Netzwerk aus Kliniken und anderen Ansprechpartnern:
www.mds-register.de

Patienteninformationsseite von Celgene zu MDS:
www.mds-hämatologie.info/

Referenzen
1. Neukirchen J, et al. Leuk Res 2011; 35:1591–1596.
2. Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO). Onkopedia-Leitlinie Myelodysplastisches Syndrom. Stand: Juni 2018. URL: www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/myelodysplastische-syndrome-mds/@@guideline/html/index.html (letzter Zugriff: 8. November 2019).

Foto: © Senior couple on consultation with a doctor (AdobeStock – Urheber: didesign)