Warum zu einer Selbsthilfegruppe?

20.08.2018   |   12:52 CEST

Selbsthilfegruppen: Unterstützung auf allen Ebenen

Diagnose einer schwerwiegenden Erkrankung – und jetzt? Nach den Arztgesprächen bleiben für die meisten Betroffenen noch viele Fragen offen, besonders auf der persönlichen Ebene. An dieser Stelle können Selbsthilfegruppen eine enorme Stütze sein.

Für viele Erkrankungen gibt es spezialisierte Patientengruppen, die sich meist in Form von Vereinen organisieren und Menschen mit ähnlichen Krankheiten und Herausforderungen zusammenbringen. Gerade bei langwierigen und schweren Erkrankungen bieten solche Gruppen sowohl praktische als auch emotionale Unterstützung und können so zu einer besseren Akzeptanz der Lebenssituation führen. Mit dem Aufbau eines sozialen Netzwerks können sie sowohl sozialer Isolation entgegenwirken als auch den Informations- und Erfahrungsaustausch fördern. Die Gruppen arbeiten überwiegend ehrenamtlich und finanzieren sich durch Spenden bzw. werden von Stiftungen finanziert.

Großes Spektrum an Service und Informationen

Neben dem Informations- und Erfahrungsaustausch bieten Patientengruppen viele weitere praktische Möglichkeiten für Betroffene und Interessierte. Die meisten Gruppen haben ein dichtes Netzwerk an Kliniken, Institutionen und Ärzten, mit dem sie zusammenarbeiten und zu dem über Informationsveranstaltungen, in besonderen Sprechstunden oder der Teilnahme an regionalen Gruppentreffen Kontakt hergestellt werden kann. Dies kann beispielsweise bei der Suche nach einem spezialisierten Facharzt oder für die Durchführung bestimmter Therapien eine große Hilfe sein. Darüber hinaus stehen oft auch fachspezifische Informationen und Broschüren zur Verfügung, die für Patienten relevante Fragestellungen behandeln und in einfach verständlichen Formulierungen verfasst sind.

Die richtige Gruppe finden

Ein Weg, die richtige Patientengruppe zu finden, ist eine Suche im Internet, bei der man in der Regel schnell fündig wird. Auf den folgenden Wegen können entsprechende Selbsthilfegruppen ausfindig gemacht werden:

Parallel besteht auch die Möglichkeit, in Krankenhäusern nachzufragen, welche Patientengruppen es für die eigene Erkrankung gibt. Besonders Fachzentren haben häufig Kontakte zu entsprechenden Selbsthilfegruppen und sind manchmal auch Teil derer Netzwerke.
 

Foto: © Circle Human Chain (AdobeStock – Urheber: patpitchaya)