Umgang mit Schuppenflechte in der Partnerschaft

31.10.2018   |   11:49 CET

Die offensichtlichen Symptome der Schuppenflechte, wie zum Beispiel Veränderung des Hautbilds oder auch der Juckreiz, stellen für viele Betroffene eine ständige Herausforderung dar. Neben den sichtbaren Merkmalen der Krankheit leiden viele Patienten außerdem auch seelisch. Diese Kombination von körperlichen Symptomen und daraus resultierenden psychischen Belastungen kann in einer Partnerschaft zu Spannungen führen.

Komplimente zeigen Wertschätzung

Häufig verstecken Personen mit Schuppenflechte ihre betroffenen Stellen und wollen dort nicht berührt werden. Unzufriedenheit, Scham und Rückzug können je nach Persönlichkeit eine Folge sein. Makellose, glatte Haut stellt ein durch die Gesellschaft vermitteltes Schönheitsideal dar, das Betroffene mit Schuppenflechte dem äußerlichen Anschein nach vermeintlich nicht erfüllen. In solchen Situationen hilft es, sich bewusst zu machen, dass jeder Körper liebenswert ist. Um sich wohler zu fühlen, können Betroffene durch die richtige Behandlung äußerliche Symptome reduzieren. In jedem Fall basiert eine Partnerschaft nicht nur auf äußerlichen Attributen. Besonders in der Beziehung schätzen sich beide als Mensch. Beispielsweise Komplimente können Wertschätzung ausdrücken und dem Partner oder der Partnerin helfen, sich im Alltag unbeschwerter zu fühlen.

Offene Kommunikation

Besonders zu Beginn einer Beziehung kann es hilfreich sein, mit dem Partner darüber zu sprechen, dass Schuppenflechte als chronisch-entzündliche Erkrankung keine ansteckende Krankheit ist. Und auch in langfristigen Beziehungen ist der gegenseitige Austausch ein wichtiges Fundament. Je mehr beide Partner dem Anderen offen ihre Gedanken und Gefühle mitteilen, desto besser kann man das Verhalten des Gegenübers verstehen und sich aufeinander abstimmen. Nur im Gespräch können Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden.

Gegenseitige Unterstützung

Bei Schuppenflechte ist es keine Seltenheit, dass der Intimbereich oder bei Frauen zusätzlich die Unterbrustfalte betroffen ist. Diese sensiblen Stellen sind für die Öffentlichkeit meist zwar nicht sichtbar, für die Partnerin oder den Partner jedoch schon. Gerade in intimen Momenten können Schmerzen auftreten, daher sind Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen in besonderem Maße gefragt.

Die richtige Behandlung

Darüber hinaus ist Schuppenflechte heutzutage gut behandelbar. Damit die Symptome für die Betroffenen zufriedenstellend gelindert werden, ist eine geeignete medizinische Behandlung ausschlaggebend. In Bezug auf psychische Beschwerden sollte man gegebenenfalls auf professionelle Hilfe zurückgreifen. Dabei ist es entscheidend, dass Betroffene selbst entscheiden, was sie mit dem Partner oder der Partnerin teilen möchten. Die Krankheit beeinflusst zwar das alltägliche Leben der Betroffenen, ist jedoch kein Hindernisgrund für eine erfüllte Partnerschaft. In jedem Fall kann der Rückhalt des Partners zusammen mit einer geeigneten Behandlung Betroffenen dabei helfen, sich wieder wohl in der eigenen Haut zu fühlen.

Weitere Informationen zum Thema:

Tipps zum Thema Hautpflege bei Schuppenflechte finden Sie auf Celgenes Patientenwebsite unter:
www.diagnose-psoriasis.de/ratgeber/hautpflege-bei-schuppenflechte/

 

Foto:© Romantic senior couple moment. The husband holds his wife’s hand and talks about their love. Selective focus at her hand. (AdobeStock – Urheber: Nattanon)