Schuppenflechte bei 30 Grad

– Tipps und Tricks

27.08.2019   |   14:47 CEST

Der Sommer ist da! Die Sonne scheint am wolkenlosen Himmel und das Thermometer zeigt mancherorts über 30 Grad im Schatten an. Viele Menschen wählen eine leichte Sommerkleidung, stehen bei der Eisdiele Schlange und tummeln sich in ihrer Freizeit im Schwimmbad oder am Badesee.
Schon für Menschen ohne Hauterkrankung kann die heiße Jahreszeit einige Herausforderungen mit sich bringen – sei es durch Sonnenbrand, einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf oder hitzebedingte Kreislaufprobleme. Welche Aspekte spielen jedoch für Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) eine Rolle?

Sonnenstrahlen genießen – aber mit Vorsicht
Einige Menschen mit Schuppenflechte berichten, dass sich ihre Hauterscheinungen im Sommer verbessern. Auch Studien zeigen: Direkte Sonneneinstrahlung kann die Symptome lindern.1 Allzu ausgedehnt sollten die Sonnenbäder allerdings trotzdem nicht sein: Sonnenbrand führt zu einer Entzündungsreaktion der Haut und erhöht darüber hinaus das Hautkrebs-Risiko.2
Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und das Meiden der Mittagssonne können helfen, einem Sonnenbrand vorzubeugen. Die empfindliche Kopfhaut, die häufig ebenfalls von Schuppenflechte betroffen ist, kann beispielsweise mit einem Hut oder einer Kappe geschützt werden. Hat die Kopfbedeckung einen Nackenschutz, hilft dies zudem, keinen Sonnenstich zu entwickeln.

Geeignete Kleidung wählen
Gerade wenn Betroffene dazu neigen, viel zu schwitzen, sollten sie zu luftiger und nicht zu enger, atmungsaktiver Kleidung greifen. Beispielsweise Materialien wie Baumwolle eignen sich aus den folgenden Gründen hier besonders:

  • Wärme und Schwitzen können den Juckreiz, der bei Schuppenflechte häufig auftritt, verstärken.3
  • Zu enge Kleidung, die reibt oder scheuert, trägt ebenfalls zu Juckreiz bei.3
  • Juckreiz führt oft zum Kratzen. Dadurch kann es zum sogenannten Koebner-Phänomen kommen: Durch diese mechanische Reizung der Haut können verstärkt neue Psoriasis-Plaques entstehen.4

Nach dem Baden ist vor dem Eincremen
Kühles Wasser ist im Sommer nicht nur angenehm, es kann auch den Juckreiz lindern.3 Es empfiehlt sich, die Haut allerdings anschließend abzuduschen, um z. B. Chlorrückstände zu entfernen. Beim Abtrocknen darauf achten, dass die Haut nicht allzu stark gereizt oder gerieben wird, denn ansonsten könnte wieder das oben genannte Koebner-Phänomen4 auftreten.
Eine Creme mit möglichst wenigen Zusätzen, die die Haut möglichst wenig reizt, kann nach dem Sprung ins kühle Nass helfen, die Haut wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen und ihre natürliche Schutzbarriere intakt zu halten. Bei der Auswahl einer geeigneten Creme kann der Apotheker oder Arzt helfen.

Checkliste für den Urlaub
Vor dem Aufbruch in den Urlaub steht einiges an Planung an. Um Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis-Arthritis zu unterstützen, hat Celgene eine Urlaubs-Checkliste entwickelt. Diese fasst einige wichtige Aspekte zusammen, die bei der Urlaubsplanung und vor Ort hilfreich sind. Die Urlaubs-Checkliste steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung: Urlaubs-Checkliste

Referenzen
1. Osmancevic A, et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2009;23(10):1133–40.
2. Nasti TH et al. Photochem Photobiol 2012;88(5):1111–25.
3. Stinco G, et al. Acta Dermatovenerol Croat 2014;22(2):122–8.
4. Bahali AG, et al. An Bras Dermatol 2017;92(4):470–473.

Foto: © Sunscreen sunblock. Woman in a hat putting solar cream on shoulder outdoors under sunshine on beautiful summer day (AdobeStock – Urheber: sosiukin)