Gut informiert zur Blutspende

07.06.2017   |   12:36 CET

Mit dem Weltblutspendetag wird weltweit auf die medizinische Relevanz der Blutspende aufmerksam gemacht und gleichzeitig der wichtige Dienst der freiwilligen Blutspender gewürdigt. Anlässlich des Geburtstags von Nobelpreisträger Karl Landsteiner, dem Entdecker des AB0-Systems der Blutgruppen, wird der Tag am 14. Juni begangen. Hierfür schließen sich seit 2004 die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die internationale Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK), die internationale Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT) und die internationale Föderation der Blutspendeorganisationen (FIODS) zusammen.

Spenderblut ist oft lebensrettend. Es wird bei Erkrankungen wie z. B. einigen Blutkrebsarten als Transfusion benötigt. Auch Menschen, bei denen es zu inneren Blutungen kommt, etwa im Magen-Darm-Trakt, oder die bei einem Unfall verletzt werden, sind häufig auf dieses Blut angewiesen.1

Sie möchten selbst Blut spenden? Informationen dazu, wann und wo Sie – nicht nur am Weltblutspendetag – spenden können, finden Sie zum Beispiel hier. Um sich auf eine anstehende Spende gut vorzubereiten und Fragen zu klären, haben wir hier wichtige Informationen für Sie zusammengestellt.

Voraussetzungen für eine Blutspende

  • Eine Blutspende ist für jeden Erwachsenen im Alter von 18 bis 68 Jahren möglich
  • Es dürfen keine erkennbaren Krankheitszeichen vorliegen
  • Männer dürfen sechsmal in einem Jahr Blut spenden, Frauen viermal.
  • Gewisse Personengruppen sind je nach Risikosituation entsprechend der allgemein geltenden Richtlinien der Bundesärztekammer dauerhaft oder zeitweise von einer Blutspende ausgeschlossen, z. B. Menschen, die an einer chronischen Infektion leiden oder bei denen kürzlich ein Eingriff durchgeführt wurde.2

Der Tag der Blutspende – was erwartet mich?

Am Tag der Spende sollte man ausreichend essen und etwas mehr trinken als gewöhnlich. Neben Alkohol sollte auch auf anstrengende körperliche Betätigung oder Sport verzichtet werden. Bei aufkommenden Krankheitsgefühlen und allgemeinem Unwohlsein ist es besser, den Termin für die Blutspende sicherheitshalber zu verschieben.

Zum Termin ist es wichtig, den Personalausweis für die Datenaufnahme und den Blutspendeausweis – falls dieser bereits vorliegt – mitzubringen. Vor Ort wird eine kurze ärztliche Untersuchung durchgeführt, wobei Hb-Wert und Blutdruck gemessen und notwendige Gesundheitsfragen mittels eines Fragebogens geklärt werden, um die aktuelle Tauglichkeit des Spenders sicherzustellen.

Bei der Vollblutspende werden meist etwa 10 Minuten lang circa 500 Milliliter Blut aus einer Armvene entnommen. Falls während oder nach der Spende Unwohlsein auftritt, sollte unbedingt das dort anwesende medizinische Personal benachrichtigt werden. Unmittelbar nach einer Blutspende ist es ratsam, die empfohlene Ruhezeit von mindestens 20 Minuten einzuhalten und sich für den restlichen Tag zu schonen. Für die Verpflegung nach der Blutspende sorgt meist der Veranstalter, z. B. das Blutspendezentrum.3

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes.

Referenzen

  1. Deutsches Rotes Kreuz. Abrufbar unter: http://www.drk-blutspende.de/informationen-zur-blutspende/wofuer-wird-meine-blutspende-benoetigt.php, letzter Zugriff: 12.05.2017
  2. Allgemeine Richtlinien der Bundesärztekammer. Abrufbar unter: http://www.blutspende-nstob.de/Indoor/Blutspendedienst/Vorschriften/haemotherapierichtlinien-anpassung-2010.pdf, letzter Zugriff: 12.05.2017
  3. Onmeda. de. Abrufbar unter: http://www.onmeda.de/behandlung/blutspende-ablauf-einer-blutspende-17179-4.html, letzter Zugriff: 12.05.2017

Weiterführende Informationen zum Thema

Bild: Hands with blood bags on white background (Fotolia – Urheber: roilir)