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Bereits zum siebten Mal lud das European MDS Studies Coordination Office (EMSCO) zum MDS-Forum ein. Vom 13. bis 14. April 2018 trafen sich namhafte nationale und internationale Experten in Dresden, um die neuesten diagnostischen und therapeutischen Standards des myelodysplastischen Syndroms (MDS) und der sekundären akuten myeloischen Leukämien (AML) zu diskutieren. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. Uwe Platzbecker, Dresden, bot das MDS-Forum ein abwechslungsreiches wissenschaftliches Programm. Die Veranstaltung wurde von Celgene unterstützt.

MDS und AML: Wissenschaftliche Fortschritte eröffnen neue Therapieoptionen

In den letzten Jahren konnten wichtige Erkenntnisse zu den Krankheitsprozessen sowie der molekularen Diagnostik von MDS und AML erlangt werden. Diese Forschung hat wesentlich zur Entwicklung neuer therapeutischer Optionen beigetragen. Der wissenschaftliche Austausch, wie er auf dem MDS-Forum gefördert wird, unterstützt dabei, neue Erkenntnisse und Möglichkeiten in den klinischen Alltag zu überführen. So zählten die Diagnostik und Klassifikation von MDS und AML sowie die historische Entwicklung des MDS genauso zu den Themen der Fachveranstaltung wie die Therapiemöglichkeiten. Mit dem 7. MDS-Forum in Dresden ist es gelungen, einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und die Therapiemöglichkeiten bei MDS und AML zu geben.

Weiterführende Informationen zum Thema:

Umfassende Informationen zu Krankheitsbildern, Diagnose und Therapie von MDS und AML bietet das Internetportal www.myelodysplastischesyndrome.de.

Foto: © View on the main city square with famous church of Our Lady during the sunrise in Dresden city, Germany (AdobeStock – Urheber: rh2010)

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Die Erkrankung multiples Myelom betrifft immer mehr Menschen: Bis 2025 erwartet die Weltgesundheitsorganisation einen Anstieg der Diagnosen.1 Doch in der Forschung und Entwicklung von innovativen Methoden zur Behandlung des multiplen Myeloms hat sich in den letzten 20 Jahren einiges getan – heute gibt es eine Vielzahl an klinischen Studien zum multiplen Myelom. Zudem stieg die 5-Jahres-Überlebensrate von Patienten mit multiplem Myelom zwischen 1990 und 2011 um 60 Prozent.2

Dr. Michael Zaiac, Vice President Medical Affairs im Bereich Hämatologie und Onkologie bei Celgene in EMEA, gibt Einblicke in Forschungserfolge und erklärt, warum medizinische Innovationen bei der Suche nach besseren Behandlungsmöglichkeiten so entscheidend sind.

Warum erkranken in Europa immer mehr Menschen am multiplen Myelom?

Dr. Zaiac: Insgesamt werden Menschen heute deutlich älter und das vor allem in der westlichen Welt, wo das multiple Myelom am häufigsten vorkommt. Im Vergleich zu vor 20 Jahren gibt es jedoch auch neue Behandlungsoptionen, die das Leben von Menschen mit multiplem Myelom verlängern und die Lebensqualität erhalten können.3, 4

Wie wirkt sich das multiple Myelom auf die Gesellschaft in Europa aus?

Dr. Zaiac: In Europa werden jährlich fast 39.000 neue Fälle des multiplen Myeloms diagnostiziert.4 Während meist ältere Menschen betroffen sind, können auch Menschen im arbeitsfähigen Alter an multiplem Myelom erkranken.5 Viele der arbeitsfähigen Menschen mit multiplem Myelom kann aufgrund der Krankheit nicht arbeiten, oder fallen wegen Müdigkeit oder Arztbesuchen aus. Zudem sind sie häufig auf Hilfe von Angehörigen oder Freunden angewiesen.

Wie verändern neue Behandlungsoptionen das Leben von Menschen mit multiplem Myelom?

Dr. Zaiac: Aufgrund von innovativen Therapien leben Menschen mit multiplem Myelom heute länger und besser. Das belegen auch die 5-Jahres-Überlebensraten beim multiplen Myelom, die sich zwischen 1996 und 2014 mehr als verdoppelt haben.6 Neben der Effektivität der Behandlung hat sich aber auch der Behandlungskomfort deutlich verbessert. Statt regelmäßig für Infusionen in die Arztpraxis zu müssen gibt es heute alternative Optionen (bestimmte Therapien liegen beispielsweise in Tablettenform vor), die eine vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit bieten. Patienten müssen ihr Leben nicht mehr auf die Erkrankung ausrichten.

Was ist der Grund für den schnellen Fortschritt in der Behandlung des multiplen Myeloms?

Dr. Zaiac: Ohne Zweifel Innovation. Aber trotz der Verbesserungen in den letzten Jahrzehnten haben wir noch einiges vor uns. Beispielsweise liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei Menschen mit Brustkrebs bei 90 Prozent7 verglichen mit 50 Prozent8 bei Menschen mit multiplem Myelom. Noch können wir nicht jedem Patienten eine Heilungschance bieten, daher sind medizinische Forschung und Innovation weiterhin so wichtig.

Welche neuen Behandlungsoptionen werden zurzeit erforscht?

Dr. Zaiac: Mindestens 50 neue Behandlungsoptionen für das multiple Myelom werden zurzeit in klinischen Studien erforscht. Das ist deutlich mehr als noch vor einem Jahrzehnt. Heute wissen wir, dass das Immunsystem eine wichtige Rolle in der Behandlung des multiplen Myeloms spielt: Das Potenzial von immunmodulierenden Therapieansätzen haben wir erkannt und darauf aufgebaut. Forscher versuchen heute, bestimmte Funktionen des Immunsystems mithilfe neuester Immuntherapien zu nutzen, darunter die CAR-T-Zell-Therapie und der Einsatz von bispezifischen Antikörpern. Zudem erlaubt die Kombination von Behandlungsoptionen, verschiedene Krebsprozesse gleichzeitig anzugehen. Auch wird weiter an unterschiedlichen Formen von Stammzelltransplantationen geforscht.

Wie zuversichtlich sind Sie, dass es eines Tages eine Heilung geben wird?

Dr. Zaiac: Irgendwann wird es eine Heilung geben. Davon bin ich überzeugt. Schon heute zeichnen sich immer längere Remissionen ab, was ein Indiz für den Weg zu einer Heilung ist. Nicht alle Zellen eines multiplen Myeloms sind gleich. Daher bedarf es verschiedener Behandlungskombinationen, um sicherzustellen, dass alle Krebszellen zerstört sind und die Krankheit nicht zurückkommen kann. So können wir einigen Patienten bald eine sogenannte „funktionelle Heilung“ bieten. Den übrigen Patienten ermöglichen neue Behandlungsoptionen ein möglichst langes Leben.

Referenzen

  1. International Agency for Research on Cancer. GLOBOCAN 2012: Estimated cancer incidence, mortality and prevalence worldwide in 2012. Abrufbar unter: http://globocan.iarc.fr/ letzter Zugriff: 23.10.2017
  2. National Cancer Institute, Surveillance Epidemiology and End Results. Abrufbar unter: http://seer.cancer.gov/csr/1975_2012/browse_csr.php?sectionSEL=18&pageSEL=sect_18_table.08.html#table letzter Zugriff: 23.10.2017
  3. Delforge et al., Haematologica 2015. 100:826-833
  4. European Cancer Observatory. EUCAN Factsheet. Multiple myeloma and immunoproliferative diseases. Abrufbar unter: http://eco.iarc.fr/eucan/Cancer.aspx?Cancer=39 letzter Zugriff: 23.10.2017
  5. Sant et al. Lancet Oncol. 2014. 15:931-942.
  6. Bergsagel P. Where We Were, Where We Are, Where We Are Going: Progress in Multiple Myeloma. ASCO 2014 Educational Book.
  7. Cancer stat facts: female breast cancer. National Cancer Institute. 2017. Abrufbar unter: https://seer.cancer.gov/statfacts/html/breast.html letzter Zugriff: 23.10.2017
  8. Cancer stat facts: myeloma. National Cancer Institute. 2017. Abrufbar unter: https://seer.cancer.gov/statfacts/html/mulmy.html letzter Zugriff: 23.10.2017

Foto: Celgene (Urheber: Bodo Mertoglu)

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Ob laufen, sprechen, essen oder atmen – bewusste und unbewusste körperliche Funktionen werden im Gehirn koordiniert und an die jeweiligen Körperteile übertragen.1, 2 Gleichzeitig erhält das Gehirn Informationen zu verschiedenen Reizen wie Hitze, Kälte, Druck oder Schmerz. Diese Signale werden mithilfe von Nervenzellen vermittelt, die elektrische und chemische Impulse übertragen – ähnlich wie Stromkabel – und die von Myelin umgeben sind. Diese Substanz dient als eine Art Isolator oder Schutzschicht, welche den Nerven ermöglicht, Impulse sehr rasch über ihre Axone weiterzuleiten und diese gleichzeitig schützt.2
Bei der neurologischen Erkrankung multiple Sklerose (MS), an der weltweit etwa 2,5 Millionen Menschen erkrankt sind, wird deutlich, wie wichtig diese Schutzschicht ist.1-3 Bei dieser Erkrankung kommt es zu Entzündungen im Gehirn, die Schäden in der Myelinschicht verursachen, wodurch die Signalübermittlung im zentralen Nervensystem entweder verlangsamt oder komplett blockiert wird. Zudem können durch das Fehlen der Schutzschicht auch die Nervenbahnen direkt unwiederbringlich beschädigt werden. Durch zerstörtes Gewebe können Narben im Gehirn entstehen, die auch als Plaques bezeichnet werden. Daher kommt auch der Name „multiple Sklerose“, was mit „mehrere Narben“ übersetzt werden kann.

„Krankheit mit tausend Gesichtern“: vielfältige MS-Symptome

Je nach Ort und Anzahl der Entzündungsherde unterscheiden sich Erscheinungsbild und Schwere der Erkrankung von Patient zu Patient. Als häufiges und besonders einschränkendes Merkmal der MS gilt eine bleierne Müdigkeit und Erschöpfung, die als Fatigue bezeichnet wird.1, 3 Typisch sind auch weitere verschiedene Symptome wie

  • die Beeinträchtigung von Bewegung und Koordination, die zu Schwierigkeiten u. a. beim Sprechen oder Gehen führen
  • Blasenentleerungs-Störungen
  • verringerte Aufmerksamkeit und Stimmungsschwankungen
  • Sehstörungen
  • Gefühlsstörungen der Haut.1, 3

Auch der Verlauf der Erkrankung unterscheidet sich deutlich. Ist die Krankheit aktiv, also treten verstärkt Symptome auf und verschlechtert sich der Gesundheitszustand, spricht man von einem Krankheitsschub.3, 4 Etwa 80 Prozent der Betroffenen erfahren zwischen wiederkehrenden Schüben einen vollständigen oder teilweisen Krankheitsstillstand und einen Rückgang der Symptome (schubförmige Verlaufsform; relapsing-remitting MS, RRMS).3 Eine unbehandelte RRMS kann im Durchschnitt über 10 bis 15 Jahre anhalten, anschließend kommt es zwischen einzelnen Schüben häufig nicht mehr zum kompletten Stillstand der Erkrankung: Die Krankheit schreitet kontinuierlich fort. Dies wird als sekundär progrediente MS (SPMS) bezeichnet.5
Bei ca. 10 bis 15 Prozent der Patienten treten gar keine Schübe auf, stattdessen kommt es von Beginn an zu einer kontinuierlichen Zunahme und Verschlechterung der Symptome (primär progrediente Variante, PPMS).5

Behandlung der MS:

Da sich frühe Symptome der MS unterschiedlich äußern und zum Teil sehr unspezifisch sind wie z. B. die Fatigue, vergeht oft einige Zeit, bis Patienten einen Facharzt aufsuchen und eine Diagnose gestellt wird – meist durch einen Neurologen, also einen Nervenarzt. Dieser führt verschiedene Untersuchungen durch, wobei auch bildgebende Verfahren zum Einsatz kommen. Da auch erbliche Faktoren bei der MS eine Rolle spielen, wird der Arzt zudem fragen, ob in der engeren Familie bereits multiple Sklerose aufgetreten ist.2
Die Auswahl der Behandlung richtet sich individuell nach jedem Patienten, da einerseits Symptome, Schwere und Verlauf der Erkrankung unterschiedlich sind und sich andererseits die Anforderungen der Betroffenen an ihre Behandlung unterscheiden. Da der MS eine Entzündung zugrunde liegt, kommen insbesondere Medikamente zum Einsatz, die gegen diese Entzündung vorgehen bzw. das Immunsystem beeinflussen. Ziel ist es, einen Rückgang des Entzündungsgeschehens zu erreichen, welches das zentrale Nervensystem wie beschrieben beeinträchtigt und damit die Symptome der MS hervorruft.

Therapiespektrum mit modernen Therapien erweitern

Auch wenn in den vergangenen Jahren bedeutende medizinische Fortschritte erzielt wurden, bleibt die multiple Sklerose bislang eine unheilbare Erkrankung. Jedoch gibt es heute eine Vielzahl wirksamer Medikamente mit unterschiedlichen Wirkmechanismen, so dass viele Patienten zumindest zeitweise eine Linderung ihrer Beschwerden erfahren können und bei Wirkverlust oder Unverträglichkeit einer Therapie noch weitere Optionen haben. Zudem forschen mehrere Unternehmen an zusätzlichen Wirkstoffen, um die multiple Sklerose künftig noch gezielter und mit verträglicheren Medikamenten behandeln zu können. Auch trägt eine größere Bandbreite an Medikamenten dazu bei, dass eine Therapie ausgewählt werden kann, die bestmöglich zur Lebenssituation und den Bedürfnissen des jeweiligen Patienten passt – beispielsweise in der Form und Häufigkeit der Verabreichung.

Hierdurch kann es gelingen, die Lebensqualität der Patienten weitgehend zu erhalten. Menschen mit MS sind dabei nicht alleine – es gibt heute gute Unterstützungsangebote von Krankenkassen oder Patientenvereinigungen für Betroffene. Neben psychosozialer Betreuung oder Informationsmaterial kann auch der Austausch mit anderen Betroffenen ein wertvoller Beitrag sein – zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe. Hier finden Patienten und Angehörige eine Liste von Landesverbänden der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, die kostenfreie lokale Gruppentreffen veranstaltet.

Referenzen
1. Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V. (2016) Was ist Multiple Sklerose? https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/was-ist-ms/ Letzter Zugriff: 25.10.2017
2. Susuki, K. (2010) Myelin: A Specialized Membrane for Cell Communication. Nature Education. 2010;3(9);59 http://www.nature.com/scitable/topicpage/myelin-a-specialized-membrane-for-cell-communication-14367205 Letzter Zugriff: 25.10.2017
3. Deutsche Gesellschaft für Neurologie: http://www.dgn.org/leitlinien/2333-ll-31-2012-diagnose-und-therapie-der-multiplen-sklerose#diagnostik Letzter Zugriff: 25.10.2017
4. Miller, DH et al. (2012) Clinically isolated syndromes. The Lancet Neurology. 2012;11(2);157-169 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22265211 Letzter Zugriff: 25.10.2017
5. Hersh MH, Fox RJ. (2014) Multiple Sclerosis. Cleveland Clinic – Center for Continuing Education: http://www.clevelandclinicmeded.com/medicalpubs/diseasemanagement/neurology/multiple_sclerosis/ Letzer Zugriff: 25.10.2017

Weiterführende Informationen zum Thema:
Informationen zu MS der deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.:
https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/was-ist-ms/

Bild: High quality 3d render of nerve cells (Fotolia – Urheber: jscreationzs)

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Sie helfen uns gesund zu werden, Krankheitssymptome zu lindern oder einer Erkrankung vorzubeugen. Ob rezeptpflichtig, apothekenpflichtig oder freiverkäuflich – insgesamt sind in Deutschland rund 100.000 Medikamente1 (Stand Januar 2015) zugelassen. Doch welchen Weg nimmt ein Medikament, bis es als Arzneimittel zugelassen ist und zur Verfügung steht?
Mehr als 13 Jahre lang entwickeln und prüfen Wissenschaftler aus verschiedensten Fachbereichen wie Biologen, Chemiker, Mediziner und Pharmazeuten im Schnitt ein einziges Präparat, bis es zugelassen wird.2 Der Beginn dieser langen Reise mit unsicherem Ausgang: In der Regel müssen Forscher eine geeignete Zielstruktur, das so genannte Target, im Körper identifizieren und einen Wirkstoff finden, der daran andocken und dieses Target entsprechend beeinflussen kann. Anders herum kann es jedoch auch vorkommen, dass eine bislang unbekannte Wirkung einer Substanz entdeckt wird, die dann zunächst weiter untersucht werden muss.

Auf der Suche nach einem Angriffspunkt

Medikamente erzielen meist nur dann eine Wirkung, wenn sie an körpereigene Targets binden, die am Krankheitsprozess beteiligt sind. Deshalb gilt es zunächst, den biologischen Mechanismus so gut wie möglich zu verstehen. Hierbei suchen Wissenschaftler hauptsächlich nach Enzymen, Rezeptoren und Botenstoffen, die an diesem Prozess beteiligt und in manchen Fällen verändert sind – und daher einen geeigneten Angriffspunkt oder Target darstellen.

Da unser Körper aus hunderten von Zelltypen mit unterschiedlichen Aufgaben besteht, gleicht die Identifizierung eines solchen Targets der sprichwörtlichen Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Hierbei profitieren die Wissenschaftler von den bisherigen Fortschritten der Forschung. So können sie beispielsweise bei der Entwicklung von Therapien für Autoimmunerkrankungen ihre Suche auf die bekannten Zielstrukturen konzentrieren, die am Entzündungsgeschehen beteiligt ist.

Wurde ein Target schließlich in manchmal jahrzehntelanger Forschungsarbeit validiert, haben die Wissenschaftler einen möglichen Angriffspunkt für ein neues Medikament entdeckt und somit einen Grundstein für ihre weiterführende Arbeit gelegt.

Ein möglicher Wirkstoff?

Darauf aufbauend beginnen die Forscher mit der Suche nach einer Substanz, die an das Target binden und es in seiner Funktion beeinflussen könnte. Um einen geeigneten Wirkstoff zu entwickeln, gehen Wissenschaftler zunächst von bereits bestehenden Substanzen aus, die an die gewählte Zielstruktur andocken können – beispielsweise von einem Botenstoff, der eine Entzündung vermittelt, indem er an einen Rezeptor an der Zelloberfläche bindet. Durch diese Untersuchungen verstehen die Forscher, wie der neue potenzielle Wirkstoff aufgebaut sein muss. Oftmals werden jedoch auch bereits bestehende Wirkstoffe auf ihre Wirksamkeit getestet.

Haben diese Forschungsbemühungen ergeben, dass eine Substanz prinzipiell geeignet ist, wird dieser sogenannte „Molekülrohling“ im Anschluss etliche Male chemisch verändert und aufs Neue getestet – in riesigen Roboteranlagen, die den Effekt des Wirkstoffkandidaten auf das Target prüfen. Mit diesem High-Throughput-Screening (HTS) können Hunderttausende bis Millionen Substanzen sehr rasch analysiert werden. Scheint eine Substanz geeignet, wird sie anschließend weiter getestet. Dazu gehört natürlich auch, dass die Substanz nicht an ähnliche körpereigene Strukturen bindet, sondern idealerweise ausschließlich an das gewünschte Target. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass unerwünschte Arzneimittelwirkungen auftreten.

Präklinische und klinische Studien

Bevor ein Medikament an Menschen getestet wird, durchläuft es zuerst die präklinischen Studien. Hier werden erste Daten zu verschiedensten Fragestellungen gesammelt, um beispielsweise einschätzen zu können, wie die Substanz vom Organismus aufgenommen wird und sich verteilt, ob sie eine ausreichende Wirkung zeigt und wie schnell sie den Körper wieder verlässt. Den potenziellen Wirkstoff können die Forscher an Bakterien-, Zell- und Gewebekulturen, in Tierversuchen oder auch an isolierten Organen testen. Entspricht ein Präparat nicht den Anforderungen, wird es aussortiert.

In der Regel dauern die präklinischen Studien zwei Jahre. Nur Wirkstoffe, die alle Prüfungen erfolgreich bestanden haben, dürfen an den klinischen Studien teilnehmen, die man in drei Phasen unterteilt:3

  • Phase I: Erprobung an ca. 60-80 in der Regel gesunden Probanden. Hier gibt es jedoch Einschränkungen: Krebsmedikamente beispielsweise werden aufgrund der zu erwartenden Nebenwirkungen an Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung erprobt. Ziel ist eine erste Prüfung auf Aufnahme, Verteilung, Umwandlung, Verträglichkeit und Ausscheidung des Medikaments.
  • Galenik: Hier wird geprüft, welche Darreichungsform sich am besten eignet, also z. B. eine Kapsel, eine Emulsion oder eine Injektionslösung.
  • Phase II: In Absprache mit dem Hersteller und den entsprechenden Behörden testen Ärzte das neue Medikament erstmals an Patienten mit der entsprechenden Erkrankung. In Phase II werden Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit sowie zur optimalen Dosierung des Prüfmedikaments gesammelt.
  • Phase III: In Phase-III-Studien werden insbesondere Wirksamkeit und Sicherheit des neuen Medikaments mit einem schon vorhandenen oder einem Scheinmedikament (Placebo) verglichen. In diesen Studien werden Daten gesammelt, um auf deren Basis einen Zulassungsantrag bei den Behörden einzureichen. Auch bei bereits zugelassenen Präparaten können noch weitere Phase-III-Studien durchgeführt werden, um das Medikament beispielsweise im Vergleich mit einem anderen Arzneimittel zu testen oder um Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit bei anderen Patientengruppen oder Erkrankungen zu gewinnen. Studien der Phase III sind häufig randomisierte kontrollierte Doppelblindstudien mit oftmals mehreren tausenden Patienten. Die Anzahl der teilnehmenden Patienten hängt jedoch von mehreren Faktoren ab, so dass Phase-III-Studien zu Therapien für seltene Erkrankungen in der Regel weniger Probanden haben als entsprechende Studien für sogenannte Volkskrankheiten.

Die Zulassung

Im Anschluss an die klinischen Studien stellt der Hersteller einen Antrag auf Zulassung. In der Europäischen Union gilt das zentralisierte Zulassungsverfahren, wobei der Antrag bei der European Medicines Agency (EMA) eingereicht wird. Zunächst bewertet der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) das Dossier hinsichtlich der Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Wirkstoffs und gibt eine positive oder negative Empfehlung ab. Auf Basis dieser Bewertung entscheidet die Europäische Kommission letztlich über die Zulassung.

Auch nach der Zulassung und Markteinführung eines Medikaments werden permanent umfangreiche Daten zu Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit gesammelt, beispielsweise in Registern, nicht-interventionellen Studien (Anwendungsbeobachtungen bzw. sogenannte postauthorization studies zur Sicherheit bzw. Wirksamkeit) oder Phase-IV-Studien.

Referenzen

1. Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände. Abrufbar unter:
https://www.abda.de/fileadmin/assets/ZDF/ZDF_2015/ZDF_2015_16_Zugelassene_Arzneimittel.pdf letzter Zugriff: 27.06.17
2. Verband forschender Arzneimittelhersteller: Abrufbar unter:
https://www.vfa.de/download/so-entsteht-ein-medikament.pdf letzter Zugriff: 27.06.17
3. Website des Krebsinformationsdiensts. Abrufbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/iblatt/iblatt-klinischestudien.pdf letzter Zugriff: 31.08.17

Bild: © 3d render of dna structure, abstract background (Fotolia – Urheber: DigitalGenetics)

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Mit dem Weltblutspendetag wird weltweit auf die medizinische Relevanz der Blutspende aufmerksam gemacht und gleichzeitig der wichtige Dienst der freiwilligen Blutspender gewürdigt. Anlässlich des Geburtstags von Nobelpreisträger Karl Landsteiner, dem Entdecker des AB0-Systems der Blutgruppen, wird der Tag am 14. Juni begangen. Hierfür schließen sich seit 2004 die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die internationale Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK), die internationale Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT) und die internationale Föderation der Blutspendeorganisationen (FIODS) zusammen.

Spenderblut ist oft lebensrettend. Es wird bei Erkrankungen wie z. B. einigen Blutkrebsarten als Transfusion benötigt. Auch Menschen, bei denen es zu inneren Blutungen kommt, etwa im Magen-Darm-Trakt, oder die bei einem Unfall verletzt werden, sind häufig auf dieses Blut angewiesen.1

Sie möchten selbst Blut spenden? Informationen dazu, wann und wo Sie – nicht nur am Weltblutspendetag – spenden können, finden Sie zum Beispiel hier. Um sich auf eine anstehende Spende gut vorzubereiten und Fragen zu klären, haben wir hier wichtige Informationen für Sie zusammengestellt.

Voraussetzungen für eine Blutspende

  • Eine Blutspende ist für jeden Erwachsenen im Alter von 18 bis 68 Jahren möglich
  • Es dürfen keine erkennbaren Krankheitszeichen vorliegen
  • Männer dürfen sechsmal in einem Jahr Blut spenden, Frauen viermal.
  • Gewisse Personengruppen sind je nach Risikosituation entsprechend der allgemein geltenden Richtlinien der Bundesärztekammer dauerhaft oder zeitweise von einer Blutspende ausgeschlossen, z. B. Menschen, die an einer chronischen Infektion leiden oder bei denen kürzlich ein Eingriff durchgeführt wurde.2

Der Tag der Blutspende – was erwartet mich?

Am Tag der Spende sollte man ausreichend essen und etwas mehr trinken als gewöhnlich. Neben Alkohol sollte auch auf anstrengende körperliche Betätigung oder Sport verzichtet werden. Bei aufkommenden Krankheitsgefühlen und allgemeinem Unwohlsein ist es besser, den Termin für die Blutspende sicherheitshalber zu verschieben.

Zum Termin ist es wichtig, den Personalausweis für die Datenaufnahme und den Blutspendeausweis – falls dieser bereits vorliegt – mitzubringen. Vor Ort wird eine kurze ärztliche Untersuchung durchgeführt, wobei Hb-Wert und Blutdruck gemessen und notwendige Gesundheitsfragen mittels eines Fragebogens geklärt werden, um die aktuelle Tauglichkeit des Spenders sicherzustellen.

Bei der Vollblutspende werden meist etwa 10 Minuten lang circa 500 Milliliter Blut aus einer Armvene entnommen. Falls während oder nach der Spende Unwohlsein auftritt, sollte unbedingt das dort anwesende medizinische Personal benachrichtigt werden. Unmittelbar nach einer Blutspende ist es ratsam, die empfohlene Ruhezeit von mindestens 20 Minuten einzuhalten und sich für den restlichen Tag zu schonen. Für die Verpflegung nach der Blutspende sorgt meist der Veranstalter, z. B. das Blutspendezentrum.3

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes.

Referenzen

  1. Deutsches Rotes Kreuz. Abrufbar unter: http://www.drk-blutspende.de/informationen-zur-blutspende/wofuer-wird-meine-blutspende-benoetigt.php, letzter Zugriff: 12.05.2017
  2. Allgemeine Richtlinien der Bundesärztekammer. Abrufbar unter: http://www.blutspende-nstob.de/Indoor/Blutspendedienst/Vorschriften/haemotherapierichtlinien-anpassung-2010.pdf, letzter Zugriff: 12.05.2017
  3. Onmeda. de. Abrufbar unter: http://www.onmeda.de/behandlung/blutspende-ablauf-einer-blutspende-17179-4.html, letzter Zugriff: 12.05.2017

Weiterführende Informationen zum Thema

Bild: Hands with blood bags on white background (Fotolia – Urheber: roilir)

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Das therapeutische Umfeld für Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (Non-Small Cell Lung Cancer, NSCLC), der mit 85-90 Prozent häufigsten Form des Lungenkrebs, verändert sich dank neuer medizinischer Ansätze derzeit entscheidend.1 Führende Experten in Deutschland haben daher das Registerprojekt CRISP ins Leben gerufen. Das Ziel: die aktuelle Behandlungsrealität von Patienten mit Lungenkrebs anhand vielfältiger Parameter umfassend zu dokumentieren und zu analysieren. Aufgrund seiner einzigartigen und zukunftsweisenden Ausrichtung wurde das Studienregister CRISP von der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit der AIO-Studien-gGmbH Ende 2016 mit dem Preis „Innovative Studie 2016“ ausgezeichnet.

Celgene unterstützt das Projekt gemeinsam mit anderen Gesundheitsunternehmen, Forschungsinstituten und medizinischen Fachgesellschaften, die an Diagnostik und Therapie von Lungenkrebs beteiligt sind. Als forschendes Unternehmen engagiert sich Celgene im Bereich NSCLC, um langfristig die Versorgung von Patienten zu verbessern.

Die Situation von Patienten mit Lungenkrebs genau einschätzen

Der Name ist Programm: CRISP steht für „Clinical Research platform Into molecular testing, treatment and outcome of non-Small cell lung carcinoma Patients“ und ist eine wissenschaftliche Plattform, die Daten von bis zu 8.000 Patientinnen und Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom erfasst. Erhoben wird eine Vielzahl von Parametern, die bei Diagnostik, Behandlungsverlauf und Versorgung der Patienten eine wichtige Rolle spielen, so zum Beispiel die Therapieart und -wirksamkeit in Abhängigkeit von Variablen wie Alter, Geschlecht, Wohnort, molekularer Charakterisierung, Begleiterkrankungen und Allgemeinzustand der Patienten.

Angedockt an das Register werden darüber hinaus zwei weitere wegweisende Teilprojekte realisiert: Zum einen werden Daten zur Lebensqualität erhoben, wobei die Patienten aus ihrer häuslichen Umgebung heraus Rückmeldung zu Befinden und Krankheitsalltag geben können. Zum anderen soll eine dezentrale, virtuelle Biodatenbank aufgebaut werden. Hierbei wird unter aktiver Beteiligung der Pathologen entnommenes Gewebe gesichert und für weitere Forschungsvorhaben zur Verfügung gestellt. So können zum Beispiel neue biologische Merkmale einer bestimmten Gruppe von Patienten leichter identifiziert und das bestehende Wissen über den prognostischen und prädiktiven Wert von Biomarkern erweitert werden.

Breite Unterstützung

An dem Studienregister CRISP beteiligen sich insgesamt circa 150 medizinische Zentren in ganz Deutschland, darunter Krebszentren, zertifizierte Lungenzentren und -kliniken sowie niedergelassene Onkologen. Gesteuert wird das Projekt durch eine Leitungsgruppe, der neben ihrem Sprecher Professor Frank Griesinger, Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie am Pius-Hospital Oldenburg, auch Professor Michael Thomas von der Universität Heidelberg, Dr. Martin Sebastian von der Universität Frankfurt und Dr. Wilfried Eberhardt von der Universität Essen angehören. Die Gruppe engagiert sich nicht nur wissenschaftlich, sondern setzt sich auch auf politischer Ebene für die Belange von Patienten mit Lungenkrebs ein. So wurden spezielle Veranstaltungskonzepte entwickelt, die über die Erkrankung aufklären und die aktuelle Versorgungssituation in Deutschland beleuchten. Die Rekrutierung des Ende 2015 gestarteten CRISP-Studienregisters läuft voraussichtlich noch bis Ende 2018.

Weiterführende Informationen:

Video-Interview mit Professor Frank Griesinger, Oldenburg: „CRISP – Ein Projekt, das die Therapieoptionen des NSCLC weiterentwickeln wird“
https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/kongresse/aio-herbstkongress/aio-herbstkongress-2015/crisp-ein-projekt-das-die-therapien-des-nsclc-weiterent.html

Celgene Patientenbroschüre „Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom – NSCLC“
http://service.celgene.de/Nichtkleinzelliger-Lungenkrebs/Patientenmaterial-NSCLC/index.html

Patientenbroschüre „Lungenkrebs – Antworten. Hilfen. Perspektiven.“ der Deutschen Krebshilfe (aus der Reihe „Die Blauen Ratgeber“):
https://www.krebshilfe.de/fileadmin/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/010_0076.pdf

Referenzen
1. Novello S, et al. Ann Oncol. 2016;27(suppl 5):v1-v27. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27664245, letzter Zugriff: 17.03.2017

Bild: Lung cancer cells – 3d Rendering (Fotolia – Urheber: fotoliaxrender)

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PARTNER‐Forschungsstipendium Psoriasis‐Arthritis

Ärzte, die im Bereich Psoriasis‐Arthritis wissenschaftlich forschen möchten, können sich noch bis zum 1. Dezember 2016 für das PARTNER‐Stipendienprogramm bewerben. Fünf europäische Forschungsinstitutionen haben sich zusammengeschlossen, um den Stipendiaten einen einjährigen Aufenthalt an einem der teilnehmenden Institute zu ermöglichen. Zu diesem Netzwerk zählt auch die Friedrich‐Alexander‐Universität Erlangen‐Nürnberg, an der Prof. Dr. med. univ. Georg Schett als Leiter des wissenschaftlichen Komitees der PARTNER‐Initiative tätig ist. Das Ziel: Durch die Erforschung der zugrundeliegenden molekularen Prozesse und der klinischen Merkmale der Psoriasis‐Arthritis in verschiedenen Projekten sollen die Teilnehmer dazu beitragen, die Erkrankung besser zu verstehen und neue Wege in der Therapie zu finden.

Hier finden Sie den Flyer mit weiteren Informationen zum Stipendienprogramm. Die Bewerbungen können über die PARTNER‐Website www.partner‐fellows.eu oder per Post an Sandra Jeleazcov (Koordinatorin des PARTNER‐Programms) eingereicht werden.

Universitätsklinikum Erlangen
Medizinische Klinik 3
PARTNER Fellowship Office
Sandra Jeleazcov
Ulmenweg 18
D-91054 Erlangen

 

Bild: Scientist looking through a microscope in a laboratory (Fotolia – Urheber: Alexander Raths)

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Alle zwei Jahre ist es Ende Juli wieder soweit: Die bayrische Landeshauptstadt steht ganz im Zeichen der Dermatologie. Unter dem Motto „Fortschritt durch Fortbildung“ kamen Hautärzte aus ganz Deutschland in München zusammen, um sich über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und moderne Behandlungsstrategien für Patienten auszutauschen. Plenarsitzungen, Workshops, Kurse, Mittagsseminare und Satellitensymposien der Industrie – das Programm der 25. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie deckte ein breites Themenspektrum ab.

Im Fokus: Psoriasis
Als Erkrankung mit weiter wachsender Relevanz stand die Schuppenflechte im Mittelpunkt mehrerer Veranstaltungen. Auch die Psoriasis-Arthritis (PsA) spielte in diesem Kontext eine Rolle, hängt sie doch eng mit der Schuppenflechte zusammen. Ob approbierte Dermatologen aus Klinik oder Praxis, junge Ärzte kurz vor der Facharztprüfung, Medizinjournalisten oder auch Mitarbeiter von Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind: Verschiedene Zielgruppen erhielten aktuelle Informationen zu den entzündlichen Krankheitsbildern sowie den verfügbaren Therapien. Dabei ging es unter anderem um die Empfehlungen nationaler sowie internationaler Facharztgruppen zur Behandlung von Schuppenflechte sowie Psoriasis-Arthritis und zeitgemäße Ziele einer Psoriasis-Therapie, die beispielsweise auf dem Ärztesymposium der Celgene GmbH diskutiert wurden.

Optimierte Versorgung von Menschen mit Schuppenflechte
Bei der Betrachtung der therapeutischen Möglichkeiten bei Psoriasis und PsA auf der einen Seite und der Versorgungsrealität der betroffenen Menschen auf der anderen Seite werden erhebliche Unterschiede deutlich: Während sich Fachärzte einig sind, dass die Erkrankungen mit den derzeit verfügbaren Behandlungsoptionen in den allermeisten Fällen gut zu kontrollieren sind, haben Betroffene in vielen Fällen einen hohen Leidensdruck, da sie ihre Symptome nicht in den Griff bekommen. Dies rührt zum einen daher, dass viele von ihnen gar nicht mehr zum Arzt gehen und – wenn überhaupt – rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke oder „Hausmittelchen“ verwenden. Andere Betroffene suchen wegen ihrer Erkrankung nur ihren Hausarzt auf. Da es sich bei Schuppenflechte und Psoriasis-Arthritis jedoch um komplexe Entzündungserkrankungen handelt, gehören die Beratung und die Behandlung unbedingt in die Hände eines Dermatologen bzw. Rheumatologen.

Um die Behandlung durch Dermatologen flächendeckend, zielgerichtet und fortlaufend zu optimieren, haben der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) und die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) Versorgungsziele für Psoriasis definiert, die jeweils fünf Jahre gültig sind. Im Anschluss evaluieren die Experten anhand aktueller Daten, inwiefern die jeweiligen Aspekte erfüllt wurden, und setzen die Ziele für die nächsten fünf Jahre fest.

Auch Celgene hat es sich zum Ziel gesetzt, das Leben von Patienten entscheidend zu verbessern – unter anderem im Bereich entzündlicher Immunerkrankungen wie Psoriasis und Psoriasis-Arthritis. PD Dr. med. Marc Alexander Radtke aus Hamburg gab auf der Veranstaltung des Unternehmens im Rahmen der Münchner Fortbildungswoche einen Überblick über unterschiedliche Behandlungsformen bei Psoriasis und betonte wie wichtig es ist, mit jedem Betroffenen gemeinsam individuelle Ziele für die Therapie festzulegen.

So kann das Medikament ausgewählt werden, welches am besten zu den Symptomen und den Ansprüchen an die Behandlung passt.

Der Programmpunkt unterstreicht Celgenes Engagement für die kontinuierliche Weiterbildung von Fachärzten. Ein nächster Schritt: Im November plant das Unternehmen erneut die zweitägige Fortbildungsveranstaltung Insight Immunology, bei der Dermatologen und Rheumatologen gemeinsam aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen und therapeutische Strategien im Bereich der Psoriasis und der Psoriasis-Arthritis diskutieren.

Weiterführende Informationen zum Thema:
• Website der nationalen Versorgungsziele: www.versorgungsziele.de

Bild: München Panorma (Fotolia – Urheber: Michael Fleischmann)

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Wenige medizinische Fachbereiche verzeichnen aktuell eine solch rasche Entwicklung wie die Immunonkologie. Der Name verrät bereits, worum es im Kern geht: das eigene Immunsystem fit für den Kampf gegen Krebs zu machen. Doch noch entwischen die Tumorzellen allzu oft. Auch Celgene gehört zu den Unternehmen, die einen Fokus auf die Erforschung innovativer und cleverer immunonkologischer Ansätze legen. Die Vision: Krebs auf lange Sicht zu einer chronischen Erkrankung zu machen, mit der Betroffene so gut wie möglich leben können – so lange, bis unter Umständen endlich Heilung in Sicht ist.

Das Robert-Koch-Institut schätzt die Anzahl neuer Krebsdiagnosen im Jahr 2016 alleine in Deutschland auf rund eine halbe Million.1 Fast jeder hat in seiner Familie mindestens einen Krebspatienten. Während Operation, Bestrahlung und Chemotherapie noch zu den Standardtherapien gehören, formiert sich zunehmend ein neuer Behandlungszweig. Dessen Ursprung reicht bereits rund 100 Jahre zurück: Damals beobachtete US-Chirurg William Coley am New York Cancer Hospital bei Krebspatienten, die gleichzeitig an einer Infektion litten, eine längere Überlebenszeit. Offenbar war es das aktivere Immunsystem, das die unkontrollierte Vermehrung entarteter Zellen zumindest verlangsamen konnte.2

Die körpereigene Abwehr gegen Krebs einsetzen – dieses Ziel verfolgen Immunonkologen weltweit. Aber warum gelingt es unserem Immunsystem nicht, mit Tumorerkrankungen alleine fertig zu werden? Das Hauptproblem liegt in der Fähigkeit von Krebszellen, sich den Abwehrmechanismen des Körpers effektiv zu entziehen. 2007 gelang Professor Bernhard Homey von der Universität Düsseldorf hierzu eine wichtige Entdeckung: Gesunde Hautzellen bilden permanent ein Signalmolekül mit der Bezeichnung CCL27. Diese lockt Immunzellen aus der Umgebung an, die fremde und veränderte eigene Strukturen auf der Oberfläche von Zellen erkennen und anschließend eliminieren. Hautkrebszellen hingegen produzieren diese Substanz praktisch überhaupt nicht mehr. Die Folge: Der Tumor kann sich, unbehelligt vom schützenden Immunsystem, ausbreiten.3 Viele Krebszellen schütten zudem Stoffe aus, die eine Immunantwort im umliegenden Gewebe hemmen oder alternativ regulatorische T-Zellen anlocken. Letztere besitzen die Eigenschaft, Abwehrreaktionen herunterzufahren.4 Darwins Evolutionstheorie ähnelnd verfolgt Krebs das Prinzip des Immun-Editing: Es überleben die Krebszellen, die das Immunsystem am effektivsten austricksen.5

Krebszellen für das Immunsystem greifbar machen

Das Immunsystem wieder zu einer schlagkräftigen Waffe zu machen – dieses Ziel verfolgen auch die Forscher bei Celgene. Langjährige Forschungen am multiplen Myelom brachten die Erkenntnis: Um Krebs effektiv zu bekämpfen, sollte ein Wirkstoff idealerweise mindestens zwei Dinge können – den Tumor in seinem Wachstum hemmen und dabei gleichzeitig das Immunsystem stärken, um körpereigene Abwehrmechanismen zu aktivieren. Das Ergebnis der Forschungsbemühungen waren die sogenannten IMiDs®, eine patentgeschützte Klasse immunmodulierender Substanzen. Diese werden derzeit speziell gegen bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems eingesetzt. In diesem Bereich liegen die Wurzeln von Celgene und das Unternehmen investiert einen bedeutenden Anteil seiner Umsätze in die weitere Erforschung von Behandlungsoptionen für diese Erkrankungen. Wie viel sich seit Anfang des Jahrtausends für Patienten zum Besseren gewendet hat, unter anderem durch die Einführung der immunmodulierenden Substanzen, zeigen US-Daten: Laut dem SEER-Register ist die Fünf-Jahres-Überlebensrate beim multiplen Myelom zwischen den Jahren 2000 und 2009 um 73 Prozent gestiegen.6

Oberflächenstruktur als Angriffspunkt

Das Immunsystem erkennt Krebszellen auch deswegen oft nicht, weil es sich trotz Entartung um körpereigenes Material handelt. Die Oberflächenstruktur entspricht weitestgehend der von gesunden Zellen. Allerdings gibt es einen kleinen, aber für die Forschung ungemein wichtigen Unterschied: Krebszellen enthalten meistens zusätzliche Oberflächenmoleküle, sogenannte tumorassoziierte Antigene (TAA). Speziell hierauf gerichtete Antikörper sind eine weitere Innovation der Immunonkologie: Sie zerstören den Krebs und schonen dabei gesundes Gewebe. Die weitere Erforschung und Perfektionierung dieser Antikörper gehört zu den größten Herausforderungen für Wissenschaftler. Insbesondere deren Bindungsstellen müssen weiter verbessert werden, damit die Antikörpermoleküle möglichst viele Krebszellen aufspüren und ausschalten können. Dies tun sie auf vielfältige Art und Weise, zum Beispiel durch Einleitung des programmierten Zelltodes, Hemmung der Blutgefäßbildung, Blockade der Rezeptoren für Wachstumshormone oder durch Zerstörung der Zellmembran.7

Die zelluläre Tumorimmuntherapie: T-Zellen intravenös verabreicht

Großes Potenzial sehen Experten auch in der zellulären Tumorimmuntherapie. Im Rahmen des sogenannten adoptiven T-Zell-Transfers werden hier körpereigene Immunzellen entsprechend modifiziert und dem Patienten zurückgegeben: mit Antigenen versehen, die sich speziell gegen den Krebs richten. Diese wurden zuvor gentechnisch hergestellt und dann auf der T-Zelloberfläche verankert. Somit wird der Tumor nicht von einem „künstlichen“ Wirkstoff angegriffen, sondern von körpereigenen Zellen – quasi „Immunzellen 2.0“.

Checkpoint-Inhibitoren: die Immunbremse lösen

Auch Checkpoint-Inhibitoren gehören zu den neueren Behandlungsansätzen in der modernen Immunonkologie. Es handelt sich dabei um Antikörper, die an bestimmten Schaltstellen des Immunsystems, sogenannten Checkpoints, ihre Wirkung entfalten. Eine direkte Wirkung auf den Krebs besitzen sie nicht. Vielmehr greifen sie in spezielle Kontrollmechanismen des Immunsystems ein. Diese sind sehr wichtig, denn während einer Abwehrreaktion, z. B. gegen Bakterien oder Viren, muss stets sichergestellt sein, dass eine Autoimmunreaktion verhindert wird, sprich: dass kein körpereigenes und gesundes Gewebe angegriffen wird. Um dies zu gewährleisten, besitzt das Immunsystem eine Vielzahl an Checkpoints, durch die eine Immunantwort gedämpft oder auch gänzlich unterdrückt werden kann: Durch Bindung spezieller Proteine an die Checkpoints wird die körpereigene Reaktion verlangsamt und schließlich ausgeschaltet. Auf der einen Seite ein cleveres System, auf der anderen Seite aber gleichzeitig tückisch, denn dieser Mechanismus kommt auch den entarteten Zellen zugute: Da es sich bei Krebszellen um körpereigenes Material handelt, werden sie vom Immunsystem häufig verschont.

Hier setzt die Wirkung von Checkpoint-Inhibitoren an, die die Drosselung des Immunsystems an bestimmten, für Krebszellen spezifischen Schaltstellen aufheben und so einen Angriff von Immunzellen auf den Tumor ermöglichen. Aktuell werden hierbei Medikamente mit einer Wirkung auf verschiedene Checkpoints erforscht. Ermutigende Ergebnisse liegen beispielsweise für sogenannte PD-L1-Inhibitoren vor. Diese wirken an einem besonders wichtigen Kontrollpunkt des Immunsystems: Körpereigene Zellen besitzen auf ihrer Oberfläche ein bestimmtes Molekül – PD-L1 – mit dem sie an T-Zellen binden und diese damit ausschalten. Dies ist notwendig, um die eigenen Zellen vor einem Angriff des Immunsystems zu schützen. Ungünstigerweise besitzen auch Krebszellen diese schützenden Oberflächenmoleküle, wodurch sie sich erfolgreich vor dem Immunsystem verstecken können. PD-L1-Inhibitoren verhindern nun genau diese Bindung zwischen Krebs- und T-Zelle. Somit werden die entarteten Zellen „enttarnt“ und können von den Immunzellen wieder angegriffen und schließlich eliminiert werden.

Auch wenn einige der erwähnten Therapieansätze aktuell noch in den Kinderschuhen stecken, geben sie Ärzten und Betroffenen doch bereits jetzt Hoffnung, Krebs noch besser angreifen und bekämpfen zu können. Parallel befinden sich weitere Verfahren in unterschiedlichen Stadien der Erforschung. Bei allem wissenschaftlichen Fortschritt ist es jedoch nach wie vor wichtig, selbst etwas für die eigene Gesundheit zu tun – beispielsweise durch einen gesunden Lebenswandel und die Teilnahme an den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen. Denn: Je eher ein bösartiger Tumor entdeckt wird, umso höher ist die Chance, dass er durch eine Operation komplett entfernt werden kann.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema

1) Pressemitteilung des Robert-Koch-Instituts vom 17.12.2015
2) DocCheck News: Immuntherapie – Krebs am Checkpoint stoppen vom 03.06.2014 (Sonja Schmitzer)
3) Pivarcsi A, et al. Proc Natl Acad Sci U S A. 2007 Nov 27;104(48):19055-60. Epub 2007 Nov 19.
4) Komplementäre Onkologie (Jutta Hübner), 2. Auflage, Schattauer-Verlag, S. 7
5) Wissensschau – Artikel „Krebs, ein Versagen des Immunsystems?“
6) National Cancer Institute, Surveillance Epidemiology and End Results (SEER). Available at http://seer.cancer.gov/archive/csr/1975_2010. Accessed April, 2015.
7) Antikörper in der Krebstherapie – Grundlagen, Prinzipien und Anwendungsmöglichkeiten (Melvyn Little), Springer-Verlag, S. 30 – 32

Bild: Krebszelle und Lymphozyten (Fotolia – Urheber: Juan Gärtner)

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Brustkrebs ist bei weitem die häufigste Form von Krebs bei Frauen: Er tritt hierzulande mehr als doppelt so häufig auf wie Darmkrebs und etwa viermal so oft wie Lungenkrebs.1 Diese weite Verbreitung hat zur Folge, dass das Mammakarzinom zu den am besten erforschten Krebsarten gehört. Viele dieser Forschungsbemühungen waren fruchtbar: Heute steht eine breite Palette an Wirkstoffen für Patientinnen mit Brustkrebs zur Verfügung. Zudem läuft noch eine Vielzahl weiterer Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um Betroffenen in allen Stadien der Erkrankung immer effektivere und sicherere Therapien anbieten zu können.

Deutschland ist ein wichtiger Standort für die Erforschung neuer Behandlungsmöglichkeiten bei Brustkrebs. Hierzulande engagiert sich neben den forschenden pharmazeutischen Unternehmen vor allem die unabhängige wissenschaftliche German Breast Group (GBG) in der Erprobung neuer Herangehensweisen bei dieser Tumorerkrankung. Die GBG Forschungs GmbH wurde im April 2003 gegründet und agiert unter dem Leitmotiv „Heilung durch Innovation, Kompetenz und Partnerschaft“. Zu ihrem Netzwerk zählen rund 500 Studienzentren und 1.000 Studienärzten in Deutschland sowie diverse nationale und internationale Studiengruppen.

Die GBG führt derzeit Studien zu Behandlungsstrategien für alle Brustkrebsstadien durch:

  • Studien zu Operationsverfahren
  • Studien zur Behandlung in der palliativen Situation (also nicht mehr zur Heilung, sondern um das Leben zu verlängern und gleichzeitig die Lebensqualität zu verbessern)
  • Studien in der Adjuvanz (also hinsichtlich medikamentöser Therapien nach einem operativen Eingriff)
  • Studien in der Neoadjuvanz (also zu Chemotherapien, die vor einer OP angewendet werden, um den Tumor zu verkleinern)

Das Gepar-Studienprogramm umfasst beispielsweise diverse Studien im Bereich der Neoadjuvanz. Abhängig von der jeweiligen Studie erhalten Patientinnen, die per se für eine potenziell heilende Operation infrage kommen, bei denen der Tumor hiervor aber noch verkleinert bzw. zurückgedrängt werden muss, entweder moderne oder auch seit langem bewährte Wirkstoffe in neuen Kombinationen. Die GeparQuinto-Studie stellt dabei mit rund 2600 Studienteilnehmern und insgesamt 126 Studienzentren, unter anderem in Frankfurt, Düsseldorf und Kiel, die bislang größte neoadjuvante Brustkrebsstudie weltweit dar.2 In der GeparSepto-Studie wird geprüft, ob Patienten auf ein innovatives Nanotechnologie-Medikament besser ansprechen als auf eine herkömmliche Therapie, bei der derselbe Wirkstoff mit Lösungsmitteln verabreicht wird.3 An dieser Untersuchung nehmen zudem auch Frauen teil, bei denen das HER2-Eiweiß, das auf der Oberfläche von Krebszellen vorkommt und das Tumorwachstum begünstigt, vermehrt vorkommt – dies betrifft etwa 20 Prozent aller Brustkrebspatientinnen.4 Für diese HER2-positiven Patientinnen steht ein spezieller therapeutischer Antikörper zur Verfügung. Bei der GeparOcto-Studie stehen Patientinnen mit Hochrisiko-Brustkrebs im Fokus.5 GeparNuevo, eine im Vergleich noch nicht sehr weit fortgeschrittene Studie, untersucht den Effekt einer zusätzlichen Antikörpertherapie im Rahmen einer etablierten Chemotherapie bei Patientinnen mit triple-negativem Brustkrebs, also einer Tumorart, bei der sowohl Östrogen- als auch Progesteron- sowie HER2/neu-Rezeptoren fehlen.6 Dieses vergleichsweise aggressive Mammakarzinom tritt bei etwa 15 Prozent aller Frauen auf, bei denen ein Mammakarzinom diagnostiziert wird.7

Weiterführende Informationen zu diesem Thema:

Website der German Breast Group: www.germanbreastgroup.de

Website des Vereins mamazone (die größte und aktivste Brustkrebs-Patientinnen-Initiative in Deutschland): www.mamazone.de

Experteninterview zu triple-negativem Brustkrebs: mammamia-online.de

1) http://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/basis-informationen-krebs-allgemeine-informationen/krebshaeufigkeit-die-aktuellen-.html
2) http://www.germanbreastgroup.de/studien/neoadjuvant/geparquinto-.html?lang=de_DE.UTF-8%2C+de_CH.U
3) http://www.germanbreastgroup.de/studien/neoadjuvant/geparsepto.html?lang=de_DE.UTF-8%2C+de_CH.U
4) http://www.mamazone.de/brustkrebs/hintergrund-brustkrebs/
5) http://www.germanbreastgroup.de/studien/neoadjuvant/geparocto.html?lang=de_DE.UTF-8%2C+de_CH.U
6) http://www.germanbreastgroup.de/studien/neoadjuvant/geparnuevo.html?lang=de_DE.UTF-8%2C+de_CH.U
7) https://mammamia-online.de/brustkrebs/brustkrebsbehandlung/das-triple-negative-mammakarzinom-eigenschaften-und-therapiemoeglichkeiten/

Bild: Breast Examination (Fotolia – Urheber: offstocker)