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Bereits zum siebten Mal lud das European MDS Studies Coordination Office (EMSCO) zum MDS-Forum ein. Vom 13. bis 14. April 2018 trafen sich namhafte nationale und internationale Experten in Dresden, um die neuesten diagnostischen und therapeutischen Standards des myelodysplastischen Syndroms (MDS) und der sekundären akuten myeloischen Leukämien (AML) zu diskutieren. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. Uwe Platzbecker, Dresden, bot das MDS-Forum ein abwechslungsreiches wissenschaftliches Programm. Die Veranstaltung wurde von Celgene unterstützt.

MDS und AML: Wissenschaftliche Fortschritte eröffnen neue Therapieoptionen

In den letzten Jahren konnten wichtige Erkenntnisse zu den Krankheitsprozessen sowie der molekularen Diagnostik von MDS und AML erlangt werden. Diese Forschung hat wesentlich zur Entwicklung neuer therapeutischer Optionen beigetragen. Der wissenschaftliche Austausch, wie er auf dem MDS-Forum gefördert wird, unterstützt dabei, neue Erkenntnisse und Möglichkeiten in den klinischen Alltag zu überführen. So zählten die Diagnostik und Klassifikation von MDS und AML sowie die historische Entwicklung des MDS genauso zu den Themen der Fachveranstaltung wie die Therapiemöglichkeiten. Mit dem 7. MDS-Forum in Dresden ist es gelungen, einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und die Therapiemöglichkeiten bei MDS und AML zu geben.

Weiterführende Informationen zum Thema:

Umfassende Informationen zu Krankheitsbildern, Diagnose und Therapie von MDS und AML bietet das Internetportal www.myelodysplastischesyndrome.de.

Foto: © View on the main city square with famous church of Our Lady during the sunrise in Dresden city, Germany (AdobeStock – Urheber: rh2010)

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Wie eine emotionale Achterbahnfahrt – so könne sich das Leben mit einem multiplen Myelom (MM), einer Krebserkrankung des blutbildenden Systems im Knochenmark, anfühlen, berichten Betroffene. Der Grund: In den allermeisten Fällen ist keine Heilung der Erkrankung möglich. Sie lässt sich aber durch wirksame Therapien über einen längeren Zeitraum zurückdrängen und kontrollieren, also in Remission bringen.1 Irgendwann zeigen jedoch die Blutwerte und vielleicht auch das körperliche Befinden bei fast allen Patienten, dass die Krankheit wieder aktiv ist.2 Dann spricht man von einem Krankheitsprogress oder Rezidiv (englisch: relapse), oder umgangssprachlich auch von einem Rückfall. Andere Wirkstoffe bzw. Kombinationen müssen eingesetzt werden, um die Chance auf eine erneute Remission zu ermöglichen. Rund 61 Prozent der Menschen mit MM erhalten eine derartige so genannte Zweitlinientherapie.3 Mit jedem Rezidiv steigt der Leidensdruck der Betroffenen und es wird immer wahrscheinlicher, nicht bis zur nächsten Therapielinie zu überleben.3 Ein Rezidiv ist somit eine bedrohliche Situation, die die Lebenserwartung direkt drastisch senkt. Aus diesen Gründen wirken Ängste – auch in Phasen der Remission – häufig als konstante Erinnerung in den Köpfen der Betroffenen, der sie ständig mit ihrer unheilbaren Erkrankung konfrontiert.

Wie Patienten ein Rezidiv erleben

Welche Auswirkungen die Möglichkeit und das Erleben eines Rezidivs auf die Betroffenen hat, machen die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung deutlich, in deren Rahmen Patienten mit MM befragt wurden.2 Die Angaben der Patienten zeigen, wie belastend und beängstigend ein Rückfall ist. „Zu denken, man hätte es geschafft, und dann plötzlich das Wort ‚Rezidiv‘ zu hören, ist ein Fall ins Bodenlose“, berichtete ein Betroffener in der Studie. Ein anderer empfand den Krankheitsrückfall sogar als schlimmer als die Diagnose selbst: „Bei der Diagnose war ich bereit zu kämpfen, beim Rezidiv hatte ich resigniert.“ Dabei gab es viele verschiedene Faktoren, die als belastend wahrgenommen wurden: Einerseits litten die Patienten unter den körperlichen Symptomen, andererseits spielte die Angst vor einer weiteren Verschlimmerung der Erkrankung und schließlich dem Tod eine Rolle. Aber auch Aspekte, die zu einer erheblichen Veränderung des Alltags führten, wurden als problematisch beschrieben – etwa die Notwendigkeit, für die weitere Abklärung oder eine Behandlung häufiger ins Krankenhaus fahren oder den Arzt aufsuchen zu müssen. Dies kann zeitraubend sein – sowohl für die Betroffenen selbst als auch für ihre Angehörigen.

Rethink Relapse – Celgene-Aktion startet im Myelom-Aktionsmonat

Um auf die vielfältigen Auswirkungen eines Rezidivs beim multiplen Myelom hinzuweisen und gleichzeitig die Bedeutung einer möglichst langanhaltenden ersten Remission zu unterstreichen, hat Celgene Rethink Relapse gestartet. Das europaweite Programm startet im März 2018, dem Myelom-Aktionsmonat, und richtet sich an spezialisierte Ärztinnen und Ärzten, also Hämatologinnen und Hämatologen, aber auch an Myelom-Patienten, deren Angehörige und entsprechende Patientengruppen. Die Aktion betont die Notwendigkeit, Rezidive beim multiplen Myelom mit geeigneten Therapien so lange wie möglich hinauszuzögern. Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der Website www.rethinkmyeloma.com.

Literatur

1. Moreau P, et al. Ann Oncol 2017;1;28(suppl_4):iv52–iv61.
2. Hulin C, et al. Leuk Res 2017;59:75–84.
3. Yong K, et al. Br J Haematol. 2016;175(2):252–264.

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Die Pharma-Industrie hat bei einem großen Teil der Bevölkerung kein gutes Image. Werden die Menschen nach den Gründen gefragt, hört man oft: Mit Krankheiten anderer Menschen und ihrem Leiden Geld verdienen – das gehört sich einfach nicht. Lautet die Frage aber, ob die Menschen bessere, wirksame und sichere Medikamente gegen Alzheimer, Krebs, Diabetes oder Infektionen haben wollen, ist der Konsens groß. Und jetzt wird es spannend, denn nun sind wir wieder bei der Ausgangsfrage. Mit Krankheiten Geld verdienen? Das ist nicht nur gut so. Es ist sogar notwendig. Und im Interesse aller.

Warum dies so ist, erfahren Sie hier.

Foto: © Bodo Mertoglu

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Mit dem Weltblutspendetag wird weltweit auf die medizinische Relevanz der Blutspende aufmerksam gemacht und gleichzeitig der wichtige Dienst der freiwilligen Blutspender gewürdigt. Anlässlich des Geburtstags von Nobelpreisträger Karl Landsteiner, dem Entdecker des AB0-Systems der Blutgruppen, wird der Tag am 14. Juni begangen. Hierfür schließen sich seit 2004 die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die internationale Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK), die internationale Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT) und die internationale Föderation der Blutspendeorganisationen (FIODS) zusammen.

Spenderblut ist oft lebensrettend. Es wird bei Erkrankungen wie z. B. einigen Blutkrebsarten als Transfusion benötigt. Auch Menschen, bei denen es zu inneren Blutungen kommt, etwa im Magen-Darm-Trakt, oder die bei einem Unfall verletzt werden, sind häufig auf dieses Blut angewiesen.1

Sie möchten selbst Blut spenden? Informationen dazu, wann und wo Sie – nicht nur am Weltblutspendetag – spenden können, finden Sie zum Beispiel hier. Um sich auf eine anstehende Spende gut vorzubereiten und Fragen zu klären, haben wir hier wichtige Informationen für Sie zusammengestellt.

Voraussetzungen für eine Blutspende

  • Eine Blutspende ist für jeden Erwachsenen im Alter von 18 bis 68 Jahren möglich
  • Es dürfen keine erkennbaren Krankheitszeichen vorliegen
  • Männer dürfen sechsmal in einem Jahr Blut spenden, Frauen viermal.
  • Gewisse Personengruppen sind je nach Risikosituation entsprechend der allgemein geltenden Richtlinien der Bundesärztekammer dauerhaft oder zeitweise von einer Blutspende ausgeschlossen, z. B. Menschen, die an einer chronischen Infektion leiden oder bei denen kürzlich ein Eingriff durchgeführt wurde.2

Der Tag der Blutspende – was erwartet mich?

Am Tag der Spende sollte man ausreichend essen und etwas mehr trinken als gewöhnlich. Neben Alkohol sollte auch auf anstrengende körperliche Betätigung oder Sport verzichtet werden. Bei aufkommenden Krankheitsgefühlen und allgemeinem Unwohlsein ist es besser, den Termin für die Blutspende sicherheitshalber zu verschieben.

Zum Termin ist es wichtig, den Personalausweis für die Datenaufnahme und den Blutspendeausweis – falls dieser bereits vorliegt – mitzubringen. Vor Ort wird eine kurze ärztliche Untersuchung durchgeführt, wobei Hb-Wert und Blutdruck gemessen und notwendige Gesundheitsfragen mittels eines Fragebogens geklärt werden, um die aktuelle Tauglichkeit des Spenders sicherzustellen.

Bei der Vollblutspende werden meist etwa 10 Minuten lang circa 500 Milliliter Blut aus einer Armvene entnommen. Falls während oder nach der Spende Unwohlsein auftritt, sollte unbedingt das dort anwesende medizinische Personal benachrichtigt werden. Unmittelbar nach einer Blutspende ist es ratsam, die empfohlene Ruhezeit von mindestens 20 Minuten einzuhalten und sich für den restlichen Tag zu schonen. Für die Verpflegung nach der Blutspende sorgt meist der Veranstalter, z. B. das Blutspendezentrum.3

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes.

Referenzen

  1. Deutsches Rotes Kreuz. Abrufbar unter: http://www.drk-blutspende.de/informationen-zur-blutspende/wofuer-wird-meine-blutspende-benoetigt.php, letzter Zugriff: 12.05.2017
  2. Allgemeine Richtlinien der Bundesärztekammer. Abrufbar unter: http://www.blutspende-nstob.de/Indoor/Blutspendedienst/Vorschriften/haemotherapierichtlinien-anpassung-2010.pdf, letzter Zugriff: 12.05.2017
  3. Onmeda. de. Abrufbar unter: http://www.onmeda.de/behandlung/blutspende-ablauf-einer-blutspende-17179-4.html, letzter Zugriff: 12.05.2017

Weiterführende Informationen zum Thema

Bild: Hands with blood bags on white background (Fotolia – Urheber: roilir)

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Anlässlich des Welt-MDS-Tages am 25. Oktober 2016 möchten wir an die seltene Erkrankung MDS erinnern. Die Myelodysplastischen Syndrome, kurz MDS, sind bösartige Krebserkrankungen des blutbildenden Systems im Knochenmark. Die Erkrankung tritt vor allem bei Patienten im höheren Lebensalter auf.

Bei MDS ist die normale Blutbildung gestört. Der Körper kann aus Stammzellen nicht mehr ausreichend reife und funktionstüchtige Blutzellen bilden.

Dies führt im Blut zu einem Mangel an normalen roten Blutzellen (Erythrozyten), weißen Blutzellen (Leukozyten) oder Blutplättchen (Thrombozyten). Es können je nach Erkrankung aber auch zwei oder alle drei Blutzellreihen erniedrigt sein.

Wenn Sie mehr über Blutwerte erfahren möchten, finden Sie hier die kostenlose Broschüre “Blutwerte” für Krebspatienten.

Niedrige Blutzellzahlen sind charakteristisch für eine MDS-Erkrankung und verursachen einige der Symptome unter denen die Patienten leiden. Dazu gehören eine erhöhte Infektanfälligkeit, Abgeschlagenheit , Blutarmut , spontane Blutungen oder Blutergüsse.

„MDS bleibt bis heute eine unheilbare Krankheit, wenn eine allogene Stammzelltransplantation nicht möglich ist.“

Leider kommt für die Mehrzahl der Betroffenen eine Transplantation, aufgrund ihres hohen Alters oder anderer Erkrankungen, nicht in Frage. Für diese Patienten ist das Ziel der Behandlung das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

Zum heutigen Zeitpunkt gibt es in Deutschland nur zwei zugelassene Medikamente, die in die Krankheitsursache aktiv eingreifen. Eines für Hochrisiko-MDS und eines für ganz bestimmte Formen des Niedrigrisiko-MDS. Es laufen jedoch viele klinische Studien, in denen neue therapeutische Ansätze getestet werden.

MDS-Organisationen in aller Welt engagieren sich, um den Betroffenen Hoffnung zu geben und zusammen mit der Wissenschaft neue Therapieoptionen für diese seltene Krankheit zu entwickeln. Vor allem aber sind sie Fürsprecher, Informationsquelle und eine Unterstützung für Betroffene und Angehörige.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier:

Kompetenznetz Leukämien

Leukämiehilfe Rhein-Main e.V.

Im Celgene Bestell- und Downloadservice auf service.celgene.de können Sie sich zu diesem Thema kostenlos Broschüren und Informationsmaterial bestellen oder herunterladen.

Bild: Female resident of rest home (Fotolia – Urheber: Photographee.eu)

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Alle zwei Jahre ist es Ende Juli wieder soweit: Die bayrische Landeshauptstadt steht ganz im Zeichen der Dermatologie. Unter dem Motto „Fortschritt durch Fortbildung“ kamen Hautärzte aus ganz Deutschland in München zusammen, um sich über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und moderne Behandlungsstrategien für Patienten auszutauschen. Plenarsitzungen, Workshops, Kurse, Mittagsseminare und Satellitensymposien der Industrie – das Programm der 25. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie deckte ein breites Themenspektrum ab.

Im Fokus: Psoriasis
Als Erkrankung mit weiter wachsender Relevanz stand die Schuppenflechte im Mittelpunkt mehrerer Veranstaltungen. Auch die Psoriasis-Arthritis (PsA) spielte in diesem Kontext eine Rolle, hängt sie doch eng mit der Schuppenflechte zusammen. Ob approbierte Dermatologen aus Klinik oder Praxis, junge Ärzte kurz vor der Facharztprüfung, Medizinjournalisten oder auch Mitarbeiter von Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind: Verschiedene Zielgruppen erhielten aktuelle Informationen zu den entzündlichen Krankheitsbildern sowie den verfügbaren Therapien. Dabei ging es unter anderem um die Empfehlungen nationaler sowie internationaler Facharztgruppen zur Behandlung von Schuppenflechte sowie Psoriasis-Arthritis und zeitgemäße Ziele einer Psoriasis-Therapie, die beispielsweise auf dem Ärztesymposium der Celgene GmbH diskutiert wurden.

Optimierte Versorgung von Menschen mit Schuppenflechte
Bei der Betrachtung der therapeutischen Möglichkeiten bei Psoriasis und PsA auf der einen Seite und der Versorgungsrealität der betroffenen Menschen auf der anderen Seite werden erhebliche Unterschiede deutlich: Während sich Fachärzte einig sind, dass die Erkrankungen mit den derzeit verfügbaren Behandlungsoptionen in den allermeisten Fällen gut zu kontrollieren sind, haben Betroffene in vielen Fällen einen hohen Leidensdruck, da sie ihre Symptome nicht in den Griff bekommen. Dies rührt zum einen daher, dass viele von ihnen gar nicht mehr zum Arzt gehen und – wenn überhaupt – rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke oder „Hausmittelchen“ verwenden. Andere Betroffene suchen wegen ihrer Erkrankung nur ihren Hausarzt auf. Da es sich bei Schuppenflechte und Psoriasis-Arthritis jedoch um komplexe Entzündungserkrankungen handelt, gehören die Beratung und die Behandlung unbedingt in die Hände eines Dermatologen bzw. Rheumatologen.

Um die Behandlung durch Dermatologen flächendeckend, zielgerichtet und fortlaufend zu optimieren, haben der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) und die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) Versorgungsziele für Psoriasis definiert, die jeweils fünf Jahre gültig sind. Im Anschluss evaluieren die Experten anhand aktueller Daten, inwiefern die jeweiligen Aspekte erfüllt wurden, und setzen die Ziele für die nächsten fünf Jahre fest.

Auch Celgene hat es sich zum Ziel gesetzt, das Leben von Patienten entscheidend zu verbessern – unter anderem im Bereich entzündlicher Immunerkrankungen wie Psoriasis und Psoriasis-Arthritis. PD Dr. med. Marc Alexander Radtke aus Hamburg gab auf der Veranstaltung des Unternehmens im Rahmen der Münchner Fortbildungswoche einen Überblick über unterschiedliche Behandlungsformen bei Psoriasis und betonte wie wichtig es ist, mit jedem Betroffenen gemeinsam individuelle Ziele für die Therapie festzulegen.

So kann das Medikament ausgewählt werden, welches am besten zu den Symptomen und den Ansprüchen an die Behandlung passt.

Der Programmpunkt unterstreicht Celgenes Engagement für die kontinuierliche Weiterbildung von Fachärzten. Ein nächster Schritt: Im November plant das Unternehmen erneut die zweitägige Fortbildungsveranstaltung Insight Immunology, bei der Dermatologen und Rheumatologen gemeinsam aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen und therapeutische Strategien im Bereich der Psoriasis und der Psoriasis-Arthritis diskutieren.

Weiterführende Informationen zum Thema:
• Website der nationalen Versorgungsziele: www.versorgungsziele.de

Bild: München Panorma (Fotolia – Urheber: Michael Fleischmann)

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Mit diesem Dokument möchte die Arbeitsgemeinschaft Therapie Seltene Erkrankungen (ATSE) die Besonderheiten der Forschung und Entwicklung (F&E) von Medikamenten für seltene Erkrankungen (sogenannte Orphan Drugs) sowie deren Preisbildung erläutern. Zudem werden Möglichkeiten aufgezeigt, die bereits erzielten Erfolge bei der zeitnahen Versorgung von Menschen mit seltenen Erkrankungen mit effektiven Therapien zu sichern und weiter zu verbessern.

Bei der ATSE handelt es sich um eine informelle Arbeitsgemeinschaft von derzeit fünf pharmazeutischen Unternehmen, die auf dem deutschen Markt aktiv sind. Ihren Unternehmensfokus legten sie entweder bereits mit ihrer Gründung oder frühzeitig im Verlauf ihrer Firmengeschichte bewusst auf den vernachlässigten Bereich der seltenen Erkrankungen. Die fünf Unternehmen sind: Alexion, BioMarin, Celgene, Shire und Vertex. Die meisten Unternehmen der ATSE starteten Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre vor dem Hintergrund einer Gründungswelle im biotechnologischen Bereich. Im Gegensatz zu vielen weniger erfolgreichen Firmen konnten sie sich seitdem als bedeutende Unternehmen in der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von Orphan Drugs für die Behandlung von Menschen mit seltenen und zumeist lebensbedrohlichen Erkrankungen etablieren.

Die ATSE klärt über die besonderen Bedingungen, unter denen Orphan Drugs entwickelt werden, auf und wirbt so auch um politisches Verständnis dafür. Darüber hinaus setzt sie sich für politische Rahmenbedingungen ein, die den Zugang für Patienten zu und eine kalkulierbare Erstattung von effektiven und lebensverändernden Arzneimitteln für seltene Erkrankungen langfristig garantieren.

Hier herunterladen:
Eine Publikation der Arbeitsgemeinschaft Therapie Seltene Erkrankungen (ATSE)

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Der weltweite Aktionstag findet bereits zum zweiten Mal statt. Er wurde 2014 von einem internationalen Zusammenschluss verschiedener Patientengruppenvertreter ins Leben gerufen, der auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl an Aktionen und Kampagnen gestartet hat, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Denn das ist das erklärte Ziel – die Öffentlichkeit über die schwere Erkrankung aufzuklären und sie für die Situation der Betroffenen zu sensibilisieren. Denn Bauchspeicheldrüsenkrebs weist eine der geringsten Überlebensraten aller Krebserkrankungen auf, da eine Heilung in den meisten Fällen nicht möglich ist. In Europa sind derzeit mehr als 100.000 Menschen betroffen; in Deutschland erkranken rund 15.000 pro Jahr an einem Pankreaskarzinom. Mehr Informationen unter www.worldpancreaticcancerday.org.

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In Deutschland erkrankt alle 16 Minuten ein Mensch an Blutkrebs. Die Erkrankung geht zu Beginn oft mit leichten, unspezifischen Krankheitszeichen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit oder blauen Flecken einher. Blutkrebs wird daher oft genug erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt und die Prognose der Patienten ist in vielen Fällen schlecht. Eine Stammzelltransplantation kann bei einigen Blutkrebserkrankungen helfen. Allerdings gleicht die Suche nach einem geeigneten Spender der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Hierzulande stirbt ca. jeder fünfte Patient, da für ihn kein passender Stammzellspender gefunden werden kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen.

Die Altershöchstgrenze für Spender liegt bei 55 Jahren. Je jünger die potenziellen Spender bei ihrer Registrierung sind, desto länger können sie folglich in der Datenbank geführt werden und Betroffenen mit einer Spende das Leben retten. Dies ist einer der Gründe dafür, dass der eingetragene Verein AIAS München, der von engagierten Studenten ins Leben gerufen wurde, seit 2013 Registrierungsaktionen an Universitäten und Hochschulen durchführt. Am 13. November 2014 veranstaltete das junge Team an der Technischen Universität in München seine zweite große Aktion. Hier konnten mehr als 1200 Studenten als potenzielle Lebensretter gewonnen werden. Hier geht’s zum Video von der AIAS-Veranstaltung aus dem letzten Jahr:

Um die Registrierungsaktionen durchführen zu können, ist der studentische Verein auf Spenden angewiesen. Seit der Gründung im Jahr 2013 ist das Unternehmen Celgene Hauptsponsor von AIAS München. Das Unternehmen möchte dadurch einen Beitrag zur bestmöglichen Versorgung von Menschen mit Blutkrebs leisten.

Der Verein AIAS unterstützt mit seiner Arbeit die Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS. Über die DKMS kann sich jeder Mensch, der den Kriterien entspricht, als potenzieller Stammzellspender registrieren – auch schnell und einfach per Post. Auf der Website www.dkms.de können sich Interessierte hierzu ausführlich informieren.

Weiter informieren und aktiv werden:

Bild: AIAS Aufnahmen – © Celgene GmbH
Der gemeinnützige Verein AIAS München e.V. klärt jungen Menschen über Blutkrebs auf und veranstaltet regelmäßig Registrierungsaktionen, bei denen sich Studenten als Stammzellspender registrieren lassen können.

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Celgene verpflichtet sich durch weltweit mutiges und innovatives Handeln sowie durch lebensfördernde Therapien dem Wohle der Patienten zu dienen.

Unternehmergeist, Teamwork sowie das Engagement jedes einzelnen Celgene Mitarbeiters schaffen eine einzigartige Basis für die Verbesserung des weltweiten Patientenwohls, angefangen von der praktischen Unterstützung der Menschen beim Zugang zu ihren Medikamenten bis hin zur Anwendung modernster wissenschaftlicher Technologien im Bereich der Therapie.

Leidenschaft, Innovation und Mut sind unsere Grundfeste seit Anbeginn. „Auf unserem Weg zu einem erfolgreichem Unternehmen hatten wir einige Hürden zu meistern. Dank dem Mut unserer Mitarbeiter konnten diese Hürden in Chancen gewandelt und daraus neue Ansätze und Erkenntnisse für eine erfolgreiche Zukunft generiert werden.“, so der ehemaliger Vorsitzende & CEO Dr. Sol J. Barer.

Auf dieser Basis entwickelte sich Celgene zu einem führenden Anbieter von Medikamenten für Patienten mit besonderen Bedürfnissen. Wir bemühen uns beständig, alle wissenschaftlichen Fragen zu klären und arbeiten unermüdlich an unserer Mission, die Lebensqualität unserer Patienten kontinuierlich zu verbessern. Dank unseres Engagements sowie beträchtlicher Investitionen in Forschung und Entwicklung schaffen wir für unsere Patienten beständig neue und immer bessere Lebensperspektiven.

Ein gutes Beispiel für unseren Mut, Therapiemöglichkeiten zu eröffnen, war, Thalidomid wieder auf den Markt zurückzubringen und unter bestmöglichen Sicherheitsauflagen denjenigen Patienten zur Verfügung zu stellen, denen wenige bis gar keine Therapien zur Verfügung standen. Mit voller Hingabe arbeiteten unsere Wissenschaftler daran, das vorbelastete Arzneimittel so zu verändern, dass damit behandelte Krebspatienten wieder neue Hoffnung auf Besserung schöpfen konnten.

 

„ Dem Wohle der Patienten verpflichtet, bestimmt auch die Arbeit an innovativen Therapieoptionen für Schwellenländer, die entweder keine entsprechende Infrastruktur haben oder deren Behörden die Genehmigungen für neue Behandlungsmöglichkeiten nur sukzessive erteilen.“

 

„Dies ist ein riskantes Geschäft, und Misserfolge sind wesentlicher Bestandteil des Lernprozesses. Niemand will scheitern, aber wichtig ist stets, aus dem Scheitern zu lernen.

Joel Beetsch, VP bei Celgene, zuständig für Patienten und Patientenorganisationen, war von der Offenheit der Unternehmensstrategie beeindruckt und auch davon, dass die typischen bürokratischen Herausforderungen, die wir in größeren Organisationen nicht selten beobachten, auf Celgene scheinbar nicht zutreffen. „Bei uns gilt: Macht es einfach möglich!“, sagt er.

Die Mitarbeiter von Celgene haben sich dem Wohle der Patienten verpflichtet: Dies gilt auch bei der Arbeit an innovativen Therapien für Schwellenländer, denen die Infrastruktur fehlt, oder wenn behördliche Genehmigungen für neue Möglichkeiten zur Behandlung  seltener Krankheiten eingeholt werden müssen.

„Bei Celgene haben wir alle eines gemeinsam: Wir unterstützen die Patienten dabei, jenes Medikament zu erhalten, das nach Auffassung des Arztes ihre Lebensqualität verbessern oder erhalten wird“, sagt Jessica Cybrowski. „Dieser Auftrag vereint uns und trägt den Lohn in sich selbst.“

Celgene führt die Geschäfte gemäß den Verhaltensweisen seiner Unternehmenskultur auf Basis von Integrität, Ethik, solider Entscheidungsfindung und Umweltbewusstsein. Das Engagement im Hinblick auf eine kontinuierliche Verbesserung der Umwelt- und Sozialleistung sowie der Ökonomie wurde erweitert. Dieser Anspruch erfordert neue Methoden in der Patientenunterstützung, in der Interaktion der Mitarbeiter mit der Unternehmensführung und in der Forcierung neuer Programme in den lokalen Gemeinschaften.

Für Axelle Beauchamp, Senior Manager Human Resources in Boudry/ Schweiz, sind kreative Mitarbeiter, die in ihrer Arbeit ein gemeinsames Ziel verfolgen, die repräsentativen Charaktere, sozusagen die DNA des Unternehmens. „Unsere Mitarbeiter sind sehr talentiert, motiviert und scheuen sich nicht, neue Wege zu gehen“, sagt sie. „Alle sind engagiert, weil sie an ihre Mission glauben.“

In der Historie von Celgene finden sich zahlreiche Beispiele, wie Chancen mutig ergriffen wurden, die dann in Erfolg und Fortschritt mündeten. Celgene hofft und arbeitet mit größtem Engagement daraufhin, einige der schlimmsten Krankheiten des 21. Jahrhunderts so verändern zu können, dass diese kontrollierbar werden.

Foto: Bodo Mertoglu