Psoriasis: insbesondere in der kalten Jahreszeit eine Belastung

10.10.2016   |   10:30 CEST

Die Tage sind kürzer, die Fenster bleiben öfter geschlossen und die Räume sind auf behagliche Temperaturen geheizt. Viele Menschen genießen die gemütliche Winterzeit, in der es sich so hervorragend in warmen Socken mit einer Tasse Tee auf der Couch aushalten lässt. Doch die kälteren Monate wirken sich in verschiedener Art und Weise auf unseren Körper aus. Einige Menschen werden zum Beispiel schneller müde als im Sommer; andere wiederum erkälten sich leichter, da die Luft in geschlossenen Räumen durch das vermehrte Heizen trockener ist.

Auch auf die Haut hat dies Auswirkungen: Sie wird ebenfalls trockener und neigt eher dazu, rissig zu werden. Das ist für viele gesunde Menschen im Winter ein lästiges Problem – für Menschen mit Psoriasis jedoch kann es eine schwere Belastung sein. Der Grund: Es ist in der kalten Jahreszeit zunehmend schwieriger, die betroffenen Hautpartien beschwerdefrei zu halten. Vor allem, wenn aufgrund der niedrigen Temperaturen enganliegende und lange Kleidung notwendig ist, die oftmals „zwiebelartig“ in mehreren Schichten getragen wird.

Im Sommer können UV-Strahlen eine Linderung der Schuppenflechte bringen, denn sie wirken sich in einigen Fällen positiv auf das Erkrankungsbild aus. Allerdings auch nur, wenn die Sonnenbäder nicht übermäßig genossen werden. Zugegeben ist es für die meisten Menschen aber keine erschwingliche Lösung, die kalten Monate im Süden zu verbringen. Auch das Solarium stellt aufgrund der Risiken, wie beispielsweise Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung, keine Alternative dar. Somit müssen Menschen mit Psoriasis ein Stück weit damit leben, dass es in dieser Zeit eventuell zu stärkeren Schüben kommen kann als in den Sommermonaten.

Umso wichtiger ist es, dass Betroffene die bestmögliche Therapie erhalten und die Behandlung so, wie mit dem Arzt besprochen, konsequent umsetzen. Im Winter kann zum Beispiel eine besonders intensive Hautpflege zusätzlich Linderung verschaffen, um der Haut ausreichend Feuchtigkeit zuzuführen. Eventuell ist es nicht ausreichend, nur milde Waschsubstanzen zu verwenden. Bestenfalls achten Betroffene nach dem Duschen oder Baden darauf, sich mit dem Handtuch nur leicht trockenzutupfen anstatt sich abzureiben. Außerdem kann es hilfreich sein, bei Aufenthalten im Freien die ungeschützten Hautpartien mit einer fetthaltigen Creme zu schützen.

Zu guter Letzt sollten insbesondere Menschen mit Psoriasis darauf achten, die Räume im Winter besonders gründlich zu lüften, und, bei sehr trockener Raumluft, eine Schale mit Wasser auf die Heizung zu stellen oder ein feuchtes Handtuch im Zimmer aufzuhängen. Davon profitieren letztlich nicht nur Menschen mit Schuppenflechte – auch alle anderen dürfen sich über weniger Erkältungsepisoden freuen, da die Atemwege nicht so schnell austrocknen und damit weniger anfällig für Viren und Bakterien sind.

Werden diese Tipps beherzigt, können sowohl Menschen mit empfindlicher Haut als auch alle anderen die Stunden vor dem Kamin so richtig genießen.

Manchen Menschen mit Psoriasis kann es zudem helfen, ihre Beobachtungen und Veränderungen, die sich auch durch äußere Einwirkungen ergeben können, festzuhalten. Als hilfreiche Unterstützung kann hier der „Psoriasis-Ordner“ bestellt werden, in dem unter anderem Beobachtungen zum Verlauf übersichtlich festgehalten werden können.

Weiterführende Informationen zum Thema Schuppenflechte:

Psoriasis-Netz: Die vielen Seiten der Schuppenflechte:
www.psoriasis-netz.de

Umfangreiche Informations- und Servicematerialen von Celgene: service.celgene.de

Informationen der Selbsthilfegruppe bei Schuppenflechte: Deutscher Psoriasis Bund e.V.
www.psoriasis-bund.de

Bild: Gesicht eincremen (Fotolia – Urheber: 3dkombinat)