Patienten-Versorgung bei Psoriasis und Psoriasis-Arthritis

30.09.2015   |   05:49 CEST

Für Patienten mit Psoriasis (Schuppenflechte) und der Gelenkserkrankung Psoriasis-Arthritis ist vor allem eine optimale medizinische Versorgung wichtig. Doch wie kann diese erreicht werden?

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) haben auf den Nationalen Versorgungskonferenzen zur Psoriasis 2009/2010 vier nationale Versorgungsziele definiert:

  • Patienten mit Psoriasis haben eine gute Lebensqualität.
  • Psoriasis-Arthritis wird frühzeitig erkannt und behandelt.
  • Komorbidität bei Patienten mit Psoriasis wird frühzeitig erkannt und behandelt.
  • Kinder mit Psoriasis werden frühzeitig behandelt und erlangen eine gute Lebensqualität.

Anhand dieser Leit- und definierter Unterziele soll die Situation von Menschen mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritis bis zum Jahr 2015 verbessert werden. Dabei spielen vor allem auch die regionalen Psoriasis-Netze mit rund 800 Dermatologen in ganz Deutschland eine entscheidende Rolle. Im Verlauf wird zu definierten Zeitpunkten in Zwischenanalysen ausgewertet, inwieweit sich die Versorgungssituation bereits verbessert hat. In der nächsten Konferenz werden dann neue Versorgungsziele für die Jahre 2016 bis 2020 verabschiedet. Ein wichtiger Bestandteil dieser Ziele wird sein, beeinflussbare Risikofaktoren bei Patienten präventiv anzugehen.

Sowohl Psoriasis als auch Psoriasis-Arthritis sind entzündliche Krankheitsbilder. Neben den Symptomen an Haut und Gelenken geht die Entzündung mit weiteren Erkrankungen (Komorbiditäten) einher, beispielsweise mit dem metabolischen Syndrom – eine Erkrankung, bei der starkes Übergewicht, Bluthochdruck, eine Fettstoffwechselstörung und erhöhte Blutzuckerspiegel in Kombination auftreten.

Bild: Mann in Arzt-Büro – © M_a_y_a / istockphoto