Metastasiertes Mammakarzinom

Beim Brustkrebs (auch Mammakarzinom oder Mamma-Ca) handelt es sich um die häufigste Krebsart der Frau.

Symptome und Diagnose

Oft wird der Brustkrebs zufällig als schmerzloser Knoten in der Brust getastet oder bei einer Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) entdeckt. Im frühen Stadium sind meist keine Symptome vorhanden. Später kann es durch Metastasen zu Beschwerden kommen. Typisch sind dann Knochenschmerzen und Atembeschwerden.

Die Brustkrebsdiagnose wird durch eine Probenentnahme (Biopsie) gesichert. Diese ergibt am häufigsten

  • das von den Milchgängen der Brust ausgehende sogenannte invasive ductale Mammakarzinom (75%)
  • und das von den Drüsen der Brust ausgehende sogenannte invasive lobuläre Mammakarzinom (10%).

Außerdem können durch die Gewebeprobe bereits weitere wichtige Eigenschaften des Tumors bestimmt werden. Hier ist zum einen der sogenannte Rezeptorstatus von Bedeutung. Rezeptoren sind „Andockstellen“ von Zellen, die Signale aufnehmen und bei Krebszellen beispielsweise für deren Vermehrung wichtig sind. Folgende Rezeptoren sind beim Brustkrebs von besonderer Bedeutung:

  • Hormonrezeptoren (z.B. für Östrogen)
  • HER2-Rezeptoren (HER: Humaner Epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor)

Anhand der Gewebeprobe wird zudem der Grad der Differenzierung des Tumors bestimmt. Dieser zeigt an, wie ähnlich die Tumorzelle den Zellen ihres Ursprungsgewebes noch ist. Nach der Diagnosesicherung erfolgt die Stadieneinteilung, das sogenannte „Staging“ nach TNM-Klassifikation.

Um festzustellen, ob der Tumor bereits Metastasen gebildet hat, werden meist noch folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Röntgenaufnahme vom Brustkorb (Thorax)
  • Knochenszintigraphie
  • Ultraschall (Sonographie) der Leber
  • je nach Bedarf weitere bildgebenden Untersuchungen

Therapie

Für die Therapie des Mammakarzinoms gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Je nach Staging-Befund kommen Operation, Bestrahlung und/ oder medikamentöse Therapie zum Einsatz. Je früher der Krebs entdeckt wird, desto höher ist die Chance auf Heilung. Eine Heilung kann beim metastasierten Mammakarzinom nur in wenigen Ausnahmefällen erreicht, jedoch durch die Therapie vielfach jahrelang kontrolliert werden.

Folgende Gruppen von Medikamenten sind beim metastasierten Brustkrebs im Einsatz:

  • Chemotherapie mit einem Zytostatikum (Zellwachstum hemmende Substanz) oder als Kombinationschemotherapie mit zwei oder mehr Zytostatika
  • (Anti-)Hormontherapie
  • Antikörper oder die sogenannten Small Molecules

Neben der Kontrolle des Tumors ist die Erhaltung der Lebensqualität der Patientin ein wichtiges Therapieziel. Dazu gehört auch die Prävention und Behandlung von Therapienebenwirkungen sowie die psychologische Betreuung der Patientin.

Krankheitsverlauf

Der Krankheitsverlauf von metastasiertem Brustkrebs ist von Patientin zu Patientin sehr unterschiedlich. Daher ist das persönliche Gespräch mit dem behandelnden Facharzt für Gynäkologie oder Onkologie wichtig, um unter Berücksichtigung des Patienten-individuellen Gesundheitszustandes die optimale Therapie zu finden.

Weblinks & Literatur: