Gut vorbereitet ins Krankenhaus

18.04.2017   |   10:05 CET

Eine stationäre Behandlung, Reha-Maßnahmen oder Untersuchungen – die Gründe für einen Krankenhausaufenthalt sind unterschiedlich. In einigen Fällen bleibt genug Zeit, den Besuch im Krankenhaus gut vorzubereiten. Manchmal muss es jedoch auch recht schnell gehen. In diesem Artikel erfahren Sie, worüber es sich vor dem Krankenhausaufenthalt nachzudenken lohnt und was ins Gepäck gehört.

Das Wichtigste bereithalten

Damit die Aufnahme in das Krankenhaus reibungslos vonstattengeht und das Behandlungsteam die Behandlung bestmöglich planen kann, sind einige Unterlagen besonders wichtig. Dazu gehören:

  • Personalausweis
  • Versicherungskarte
  • Medikationsplan und Unterlagen über bisherige Untersuchungen und Behandlungen

Darüber hinaus sollten Betroffene die Medikamente mitnehmen, die sie aktuell einnehmen. Das gilt gleichermaßen für persönliche Hilfsmittel wie Brille, Hörgerät oder Zahnersatz.

Den Aufenthalt planen

Je nach Aufenthaltsgrund benötigen Patienten geeignete Kleidung, beispielsweise bequeme Alltagskleidung, Nachtwäsche oder auch Sportkleidung für Physiotherapie-Einheiten. Bei der Vorbereitung auf den Krankenhausaufenthalt kann eine detaillierte Checkliste helfen, wie sie von mehreren Websites zur Verfügung gestellt wird.

Gerade bei Menschen im höheren Lebensalter oder mit einer Grunderkrankung wie zum Beispiel Krebs kann eine ständig gepackte Notfalltasche sinnvoll sein. Diese kann z. B. etwas persönliche Wäsche enthalten und im Fall des Falles direkt mit ins Krankenhaus genommen werden.

Beschäftigung und Wohlbefinden

Oftmals ist ein Krankenhausaufenthalt mit längeren Liege- oder Ruhezeiten verbunden. Daher tun Menschen, bei denen eine Klinikeinweisung ansteht, gut daran, bei ihrer Planung auch Möglichkeiten zum Zeitvertreib zu berücksichtigen. Je nach persönlichen Vorlieben gehören beispielsweise Zeitschriften, Bücher oder Rätsel mit ins Gepäck. Für das allgemeine Wohlbefinden kann es außerdem helfen, kleinere persönliche Gegenstände oder Bilder, etwa von Familienangehörigen oder Haustieren, mitzunehmen, um sich in der ungewohnten Umgebung etwas heimischer zu fühlen.

Für den Ernstfall vorsorgen

Auch wenn viele Menschen den Gedanken an eine gesundheitliche Verschlechterung oder Komplikationen einer Operation scheuen, ist es wichtig, sich über den eigenen Willen für den Ernstfall Gedanken zu machen. So kann beispielsweise in einer Patientenverfügung festgehalten werden, welche Maßnahmen in bestimmten Situationen ergriffen oder nicht ergriffen werden sollen. Ebenfalls kann z. B. in einer Vorsorgevollmacht eine Vertrauensperson berechtigt werden, Entscheidungen zu treffen, die nicht mehr selbst getroffen werden können. Wichtig ist, dass relevante Angehörige von diesen Unterlagen und ihrem Aufenthaltsort Kenntnis haben, um sie im Ernstfall nutzen zu können.

Weiterführende Informationen:

Checkliste der Weissen Liste zur Vorbereitung auf den Krankenhausaufenthalt:
Checkliste-Krankenhausaufenthalt.pdf

Informationsbroschüre Patientenverfügung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz:
www.bmjv.de

Linksammlung zu Informationsmaterial und Vorlagen zu Patientenverfügungen der Landesärztekammern:
www.bundesaerztekammer.de/patienten/patientenverfuegung/muster-formulare/

Muster einer Vorsorgevollmacht des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz:
www.bmjv.de

Bild: Happy senior patient reading book (Fotolia – Urheber: WavebreakMediaMicro)