Abdomen
Bauch
Abnormal
Von der Norm abweichend
Abstoßreaktion
Der menschliche Körper, der zwischen fremd und eigen unterscheiden kann, stößt fremdes Gewebe (Transplantation) oft ab
Abwehrsystem
Immunsystem
Additiv
Zusatzstoff
Adjuvant
Therapieansatz, der auf eine Operation folgt und in der Regel eine Heilung zum Ziel hat
Aerob
Sauerstoff verbrauchend
Aktiviert
In Gang gesetzt
Akut
Plötzlich eintretend und gegenwärtig
Akute lymphatische Leukämie (ALL)
Krankheit, bei der sich die Vorläufer der Lymphozyten (einer Untergruppe der weißen Blutzellen) in entarteter Form vermehren und anderen Blutzellen den Platz wegnehmen
Akute myeloische Leukämie (AML)
Krankheit, bei der sich die Vorläufer der myeloischen Zellen (der Zellen im Knochenmark) in entarteter Form vermehren und anderen Blutzellen den Platz wegnehmen
Alarmiert
In Aufruhr versetzt
Albumine
Proteine (Eiweiße), die im Blutplasma vorkommen
Alkylanzien
Bestimmte Medikamente, die in der Chemotherapie eingesetzt werden (z.B. Melphalan oder Cyclophosphamid) und die zu den Zytostatika gehören
ALL
Akute lymphatische Leukämie
Allergie
Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Stoffen
Allogen
Nicht vom Patienten selbst, sondern von einem anderen Spender stammend
Ambulant
Nicht im Krankenhaus
Aminosäuren
Bausteine der Eiweiße; bisher gab es 20 verschiedene. Das vor einiger Zeit entdeckte Selenocystein ist die Nummer 21
AML
Akute myeloische Leukämie
Amplifikation
Vervielfältigung, z.B. eines DNS-Abschnittes
Amyloidose
Ablagerung von unlöslichen und veränderten Proteinen in verschiedenen Geweben (z.B. Herz, Niere, Schleimhäute); Führt unbehandelt oft zu schweren Organschäden
Anaerob
keinen Sauerstoff brauchend
Anamnese
Gesundheitliche Vorgeschichte eines Patienten
Anaplasie
Die Rückumwandlung von höher differenzierten (ausgebildeten) Zellen in weniger differenzierte Zellen; kann Vorstufe bösartiger Entartung sein
Anatomie
Die Lehre vom Aufbau des Körpers
Angiogenese
Bildung neuer Blutgefäße
Ann Arbor
Die so genannte "Ann Arbor-Klassifikation" geht auf die Konferenz in Ann Arbor / Michigan / USA im Jahre 1971 zurück. Die "Ann Arbor"-Klassifikation teilt bösartige Lymphome in Stadien ein
Anti
Gegen
Anti-Tumor-Therapie
Therapie, die sich gegen einen Tumor richtet; Chemotherapie, Bestrahlung
Antibiotikum/ Antibiotika
Eine Substanz, die zur Bekämpfung von Bakterieninfektionen verabreicht wird
Antiemetika
Mittel gegen Übelkeit, die während einer Chemotherapie durch die Zytostatika entstehen kann
Antigene
Strukturen auf der Zelloberfläche, die vom Immunsystem erkannt werden und ggf. eine Immunreaktion hervorrufen können
Antikoagulanzien
Substanzen, die die Blutgerinnung vermindern
Antikörper
(auch Immunglobuline) Eiweiße, die von bestimmten weißen Blutzellen (Plasmazellen) gebildet werden und die bestimmte Antigene erkennen und binden können, Antikörper sind wichtige Bestandteile der menschlichen Immunabwehr
Antilymphozytenserum
Serum, das gegen Lymphozyten gerichtete Antikörper enthält; auch ALG genannt; Antithymozytenserum
Antimetabolite
Werden in die DNS (Erbmaterial) eingebaut; die Erbinformation verliert ihren Sinn und kann nicht mehr gelesen werden
Antiproliferative Wirkung
Die Zellteilung hemmende Wirkung
Anämie
Blutarmut, verminderte Anzahl roter Blutzellen
Apherese
Gewinnung von Stammzellen; vom Blut des Patienten oder eines Spenders werden die weißen Blutzellen (Leukozyten) mit den Stammzellen abgetrennt. Das Blutplasma mit den roten Blutzellen wird wieder zurückgegeben
Aplasie
Angeborenes Fehlen eines Gewebes oder nach Chemo- oder Strahlentherapie hervorgerufener Mangel an Blutzellen (Leukozyten, Thrombozyten, etc.), der in der Regel zu erhöhter Infektions- oder Blutungsgefahr führt
Apoptose
Programmierter Zelltod; Zellen lösen ihn aus, wenn sie einen Schaden am Erbgut (DNS), beispielsweise durch eine Chemotherapie nicht mehr reparieren können
Arterien
Blutgefäße, die das Blut vom Herzen weg transportieren
Ascites
Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle
Asymptomatisch
Ohne Krankheitszeichen Symptome
Atopie
Neigung zu allergischen Reaktionen
Ausdifferenzierung
Die Reifung einer Vorläuferzelle (Vorläufer) zu einer gesunden, erwachsenen Zelle mit spezifischen, sich von Gewebe zu Gewebe unterscheidenden Aufgaben; Erythropoese, Leukopoese, Megakaryopoese, Thrombopoese
Autoimmunhämolyse
Der Abbau von Blutzellen durch das eigene Immunsystem (Autoimmunreaktion); Die Fremd-/Selbsterkennung ist gestört
Autoimmunreaktion
Angriff des Immunsystems auf körpereigenes Gewebe
Autolog
Vom Patienten selbst stammend
B-Lymphozyten
Zellen, die zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) gehören; eine Unterform der Lymphozyten; sie sind in der Lage, Antikörper zu bilden und können sich zu Plasmazellen oder Gedächtniszellen entwickeln. B steht für "bone-marrow-derived", d.h. aus dem Knochenmark abgeleitet
B-NHL
Non-Hodgkin-Lymphom, das die B-Zellen befällt
B-NHL
Non-Hodgkin-Lymphom; B-Zell-Lymphom
B-Symptomatik
Drei Symptome, die oft gemeinsam bei Krebserkrankungen, insbesondere bei Lymphomen, auftreten: Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsabnahme
B-Zell Lymphom
Non-Hodgkin-Lymphom der B-Lymphozyten
B-Zell-Lymphom
Bösartige Erkrankung, die die B-Zellen befällt
B-Zellen
B-Lymphozyten
Bakterien
Sehr kleine einzellige Lebewesen ohne echten Zellkern; einige Arten verursachen Krankheiten, andere sind lebensnotwendig (Darm) oder helfen, Nahrungsmittel zu produzieren (Joghurtbakterien)
Basophile (Granulozyten)
Weiße Blutkörperchen (Leukozyten), die eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen spielen; da sie zur Kategorie der Granulozyten gehören, nennt man sie auch basophile Granulozyten
Basophilie
Vermehrung der basophilen Granulozyten
Beckenkamm
Der obere Bereich des Hüftknochens, aus dem bei einer Knochenmarkbiopsie Proben entnommen werden
Beckenkammpunktion
Knochenmarkbiopsie
Behandlungszyklen
Einteilung der chemotherapeutischen Behandlung in einzelne Abschnitte (Zyklen) mit Therapiepausen
Bence-Jones Proteinurie
Ausscheidung von Leichtketten bei einem multiplen Myelom; diese Leichtketten können die Nieren schädigen (Nephrotoxizität)
Bence-Jones-Plasmozytom
Seltene Form des multiplen Myeloms, bei der nur Leichtketten der Antikörper (auch als Bence-Jones-Protein bezeichnet) im Sammelurin nachgewiesen werden können
Benigne
Gutartig; ein gutartiger Tumor verdrängt zwar das andere Gewebe, wächst aber nicht über seine Gewebegrenzen hinaus. Komplette Entfernung und Heilung sind möglich
Benzol
Sehr giftige Flüssigkeit, die vor allem in der chemischen Industrie, aber auch bei Motorkraftstoffen, verwendet wird; Benzol kann myelodysplastische Syndrome und akute myeloische Leukämien verursachen (Berufserkrankung)
Berufskrankheit
Erkrankung, die durch eine berufliche Tätigkeit verursacht wurde
Bestrahlung
Bei der Strahlentherapie wird energie-reiche Strahlung örtlich begrenzt auf den Tumorbereich gelenkt zum Zweck der Schädigung der Erbsubstanz (DNS) in den bösartigen Zellen
Beta-2-Mikroglobin
Eiweiß im Blut, das bei bestimmten Erkrankungen (u.a. beim multiplen Myelom oder bei Niereninsuffizienz) in erhöhten Konzentrationen nachgewiesen wird
Bilirubin
Gelbes Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin
Bindegewebe
Zellgewebe, das zu den Grundgeweben zählt und den Raum um die Organe und Muskeln herum ausfüllt; es gibt verschiedenartiges Bindegewebe
Binet-Klassifikation
Nach dem französischen Hämatologen Binet wird die chronische lymphati-sche Leukämie in drei Stadien eingeteilt. A: niedriges Risiko, B: mittleres Risiko, C: hohes Risiko
Biopsie
Entnahme einer Gewebeprobe mit einer Hohlnadel
Biphänotypische Leukämie
Form der akuten Leukämie, die von zwei verschiedenen Zelltypen, den lymphatischen und myeloischen Leukämiezellen, ausgeht
Bisphosphonate
Wirkstoffe, die dem Knochenabbau vorbeugen können (z.B. bei Brustkrebs oder beim multiplen Myelom)
Blasten
Unreife Blutzellen; aus ihnen entwickeln sich die reifen Blutzellen im Knochenmark
Blastenüberschuss
Überschuss unreifer Blutzellen (Blasten)
Blut
Macht ca. ein Zwölftel des Körpergewichts eines Erwachsenen aus und setzt sich zusammen aus Blutplasma, roten Blutzellen (Erythrozyten), weißen Blutzellen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten); Blut versorgt den Körper mit Sauerstoff aus der Lunge, befördert Nährstoffe, Botenstoffe (Hormone) und andere chemi-sche Stoffe in die Zellen und transportiert Zellabfall zu den Ausscheidungsorganen
Blutausstrich
Dünner Ausstrich von Blut auf einem Objektträger zum Zwecke genauer mikroskopischer Untersuchung der Zellen
Blutbahnen
Blutgefäße
Blutbild
Blutuntersuchung im Labor, bei der verschiedene Werte ermittelt und Zellen gezählt werden
Blutbildung
Hämatopoese oder Hämopoese; Prozess der Bildung und Reifung von Blutzellen im roten Knochenmark; die Blutzellen entstehen aus Stammzellen, die sich zu unterschiedlichen Zellen entwickeln können
Blutdruck
Der Druck, mit dem das Blut durch die Arterien fließt; Systole ist der Druck während der Anspannungsphase, also wenn das Herz das Blut von sich weg in das Gefäßsystem drückt, Diastole ist der Druck in der Entspannungsphase, also wenn der Herzmuskel entspannt ist und Blut ins Herz zurückströmt. Ein normaler Wert ist 120 (der erste gemessene Wert) zu 80 (der zweite gemessene Wert) mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule)
Bluterguss
Hämatom; Blutansammlung im Gewebe
Blutgefäße
Bahnen, die im Körper das Blut zu den Zellen transportieren (Arterien) und von den Zellen zurück zum Herzen (Venen)
Blutgerinnsel
Thrombus; ein Pfropfen geronnenes Blut; in Blutgefäßen sehr gefährlich; Schlaganfall
Blutgerinnung
Eine Reihe chemischer Reaktionen; sie laufen kaskadenartig ab. Dabei entstehen Blutpfropfen, die Wunden verschließen
Blutgruppe
Individuelle, ererbte Zusammensetzung von Eiweißen auf der Oberfläche der roten Blutzellen; das Immunsystem bildet Antikörper gegen fremde Antigene, daher verklumpt Blut verschiedener Blutgruppen, wenn man es mischt. 29 Blutgruppen sind beschrieben, die bekanntesten darunter sind das AB0- und das Rhesus-System
Blutkrebs
Oberbegriff für viele verschiedene Erkran-kungen, bei denen sich entartete Zellen im Blut vermehren (hämatologische Neoplasien)
Blutplasma
Flüssiger Bestandteil des Blutes, der etwa die Hälfte des Blutes aus macht. Zu 90% besteht es aus Wasser. Die für den Stoffwechsel wichtigen Substanzen wie Kohlenhydrate, Fette, Aminosäuren, Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe sind im Blutplasma gelöst
Blutplasmaaustausch
Austausch des flüssigen Bestandteils des Blutes; Plasmapherese
Blutplättchen
Thrombozyten
Blutransfusion
Übertragung von Blut durch eine Infusion von Mensch zu Mensch
Blutsenkungsgeschwindigkeit
Die Zeit, die die roten Blutzellen beim Labortest benötigen, um nach unten zu sinken
Blutstammzelltransplantation
Stammzelltransplantation
Blutvergiftung
Sepsis
Blutzellen
Rote Blutzellen (Erythrozyten), Blut-plättchen (Thrombozyten) und weiße Blutzellen (Leukozyten); von den Leukozyten gibt es mehrere Unter-gruppen. Diese drei Arten der Blutzellen machen ca. 50% des Blutvolumens aus
Blutzucker
Die Höhe des Glukosespiegels im Blut; er sollte zwischen 70 – 110 mg/dl betragen
Botenstoffe
Hormone
Bradykardie
Störung des Herzens, bei der es weniger als 60 mal pro Minute schlägt
BSG
Blutsenkungsgeschwindigkeit
Burkitt-Lymphom
Burkitt-Tumor
Burkitt-Tumor
Erkrankung, die zu den Non-Hodgkin-Lymphomen zählt und von Dr. Burkitt erstmalig beschrieben wurde; der Burkitt-Tumor gehört zur Gruppe der B-Zell-Lymphome
Bösartig
Ein bösartiger (maligner) Tumor wächst in das umliegende Gewebe (invasiv) hinein und bildet oftmals Tochtergeschwüre (Metastasen)
C-reaktives Protein (CRP)
Aus der Leber stammendes Eiweiß, das bei Infektionen oder Entzündungen vermehrt im Blut vorkommt und zur Einschätzung dieser Krankheitsvorgänge genutzt werden kann
Cancer
Krebs
Carcinoma in situ
Krebs (Karzinom), dessen Zellen zwar bereits entartet sind, der sich aber noch nicht von der Ursprungsschicht (Epithel) in das Bindegewebe ausgebreitet hat
CCR
Continued complete remission: fortbestehende komplette Remission (CR)
Chemotaxis
Zellen oder Mikroben werden mittels chemischer Stoffe angelockt
Chemotherapeutika
Substanzen, die sich gegen Krebszellen (antineoplastische Chemotherapie) oder gegen Infektionserreger (antimikrobielle Chemotherapie) richten
Chemotherapie
Antineoplastische Chemotherapie: Behandlungsart, bei der Krebszellen durch die Gabe spezieller Medikamente (Zellgifte Zytostatika) abgetötet werden; antimikrobielle Chemotherapie: Behandlung von Infektionen mit Substanzen, die Erreger abtöten (Antibiotika)
CHOP-Schema
Chemotherapie-Schema zur Behandlung von Lymphomen
Chromosomen
Träger des Erbguts; sie bestehen aus Chromatin und befinden sich im Zellkern der Zelle
Chromosomen-Deletionen
Verlust von Chromosomenstücken; Deletionen
Chromosomen-Translokationen
Austausch von Chromosomenstücken zwischen zwei Chromosomen Translokationen
Chronisch
Lange fortdauernd
Chronische lymphatische Leukämie (CLL)
Krankhafte Vermehrung unreifer Lymphozyten, die eine verlängerte Le-bensdauer besitzen; diese Lymphozyten sind nicht mehr in der Lage, ihrer Aufga-be der Immunabwehr nachzukommen und behindern gleichzeitig die Bildung anderer funktionstüchtiger Blutzellen. Die kranken Blutzellen zirkulieren nach ihrer Ausschwemmung aus dem Knochenmark im Blut, sammeln sich in den Lymphknoten, in Milz und Leber und lassen diese anschwellen
Chronische myeloische Leukämie (CML)
Form der chronischen Leukämie, bei der die so genannten monoklonalen Stammzellen des Knochenmarks entarten; die CML entsteht oft nach einer Veränderung eines Chromosoms (Philadelphia-Chromosom), in deren Folge der Körper dann ein gefährliches Eiweiß (Tyrosinkinase) bildet, welches seinerseits die unkontrollierte Teilung der monoklonalen Stammzellen bewirkt
Compassionate Use
Einsatz nicht zugelassener Arzneimittel bei der Behandlung von Patienten, weil es für sie keine andere wirksame Therapie gibt
Computertomographie (CT)
Computergestütztes, bildgebendes Verfahren, bei dem Prozesse oder Zustände im Körper durch unterschiedliche physikalische Verfahren sichtbar gemacht werden (Positronenemission, Magnetic Resonance oder Röntgen); die Bilderhebung erfolgt in "Scheiben" senkrecht zur Körperachse, die später zu 3-D-Bildern zusammengesetzt werden
Contergan
Medikament (mit dem Wirkstoff Thalidomid), das zwischen 1957 und 1961 als Schlafmittel verabreicht wurde; in der Schwangerschaft eingenommen führte es zu gravierenden Fruchtschädigungen. Heute wird Thalidomid mit äußerst strengen Sicherheitsauflagen bei der Therapie des multiplen Myeloms eingesetzt
Cortison
Kortison
CR
Complete remission: komplette Re-mission
CT
Computertomographie oder Chemotherapie
De novo
Neu, von Neuem
Deletion
Verlust eines Chromosomenstückes und der dort enthaltenden Gene
Depression
Krankheit der Psyche, die mit Niedergeschlagenheit und Angst einhergeht
Desoxyribonukleinsäure
DNS
Dexamethason
Ein Kortison, welches oftmals kombiniert mit anderen Medikamenten eingesetzt wird
Diabetes mellitus
Zuckerkrankheit
Diagnose
Feststellung einer Krankheit
Diagnostik
Sammelbegriff für verschiedene diagnostische Verfahren
Diarrhoe
Durchfall
Diastole
Blutdruck, wenn der Herzmuskel entspannt ist und Blut ins Herz hineinströmt
Differenzialblutbild
Analyse der prozentualen Verteilung weißer Blutzellen (Leukozyten); weiße Blutzellen werden u.a. in Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten unterteilt
Differenzierung
Bei Zellen die Reifung einer Vorläuferzelle zu einer gesunden erwachsenen Zelle mit gewebespezifischen, unterschiedlichen Aufgaben; Tumorzellen können sich in der Regel nicht mehr richtig differenzieren
Dignität
Gut- oder Bösartigkeit eines Tumors
Dioxine
Hochgiftige Substanzen, die als krebserregend gelten
Dissimilation
Abbau von Nahrungsbestandteilen, z.B. bei der Zellatmung
DLH
Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe e.V.; Verein zur Unterstützung von Patienten mit bösartigen Erkrankungen des Blutes; www.leukaemiehilfe.de
DNA
Desoxyribonucleid Acid DNS
DNS
Desoxyribonukleinsäure; Erbsubstanz in der Zelle, in der alle genetischen Informationen gespeichert sind
Dosis
Mengenangabe; z.B. d = Dosisangabe pro Tag (mg/d)
Durie & Salmon
Zwei amerikanische Ärzte, die 1975 eine Stadieneinteilung des multiplen Myeloms veröffentlichten
Dysplasie
Fehlbildung
Eisen
Chemisches Element; für den Körper wichtig, um Sauerstoff transportieren zu können
Eiweißablagerungen
Beispielsweise Amyloidose
Eiweiße
Proteine; ihre Bausteine, die Aminosäuren, haben im Körper verschiedene Aufgaben: z.B. als Enzyme, Antikörper oder Hormone. Einige Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen, andere müssen mit der Nahrung aufgenommen werden
Ekzem
Hautausschlag
Elektrolyte
Salze, die in ihre positiv und negativ geladenen Bestandteile zerlegt sind
Elektrophorese
Trennen und Ordnen z.B. von DNS und Proteinen nach Größe oder Ladung (Diagnostik)
Embryo
Ungeborenes Leben im Mutterleib während der ersten drei Monate; danach Fötus
Embryogenese
Embryonalentwicklung
Embryonalentwicklung
Die ersten drei Entwicklungsmonate eines Menschen im Mutterleib
Embryopathie
Störung der Entwicklung eines Embryos
Endoskop
Schlauch mit kleiner Kamera; dient zur Untersuchung der Speiseröhre, des Magens oder Darms
Endoskopisch
Durch das Endoskop
Engraftment
Das Anwachsen der neu übertragenen Stammzellen im Knochenmark
Entartet
Bösartig verändert
Enteropathie
Sammelbezeichnung für Darmerkrankungen
Entzündung
Abwehrreaktion des Körpers auf einen ungewollten Reiz (Erwärmung, Rötung, Schwellung und Schmerz); eine Entzündung kann im Körper fast überall auftreten und einen leichten oder schweren Verlauf haben
Enzyme
Eiweiße, die im Körper wie Biokatalysatoren wirken; sie helfen, Reaktionen in Gang zu bringen und/oder zu beschleunigen. Dabei verändern sie sich selbst nicht
Eosinophile
Weiße Blutzellen (Leukozyten), die Parasiten bekämpfen und eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen spielen; sie gehören zu den Granulozyten (eosinophile Granulozyten)
Eosinophilie
Vermehrung der Eosinophilen
Epstein-Barr-Virus
Virus, das u.a. das Pfeiffer`sche Drüsenfieber (Mononukleose) überträgt; es kann die B-Lymphozyten zu unbegrenztem Wachstum anregen
Erbgut
DNS; manchmal liegt diese nicht als langer Faden, sondern aufgewickelt in Form einzelner Chromosomen vor. Auf der DNS liegen die Gene
Erbkrankheit
Krankheit, die durch Mutation des Erbguts entsteht
Erythropoese
Entwicklung der roten Blutzellen; aus den so genannten Stammzellen entwickeln sich die unterschiedlichen Blutzellen. Die Blutbildung wird durch Wachstumsfaktoren gesteuert
Erythropoetin (EPO)
Wachstumsfaktor (Hormon), der die Bildung der roten Blutzellen anregt; wird im Sport verbotenerweise als Dopingmittel eingesetzt; die erhöhte Anzahl der roten Blutzellen beschleunigt den Sauerstofftransport im Körper und führt so zu größerer sportlicher Ausdauer und Leistung
Erythrozyten
Rote Blutzellen; sie holen den Sauerstoff von der Lunge ab und transportieren ihn zu den Zellen. Der rote Farbstoff (Hämoglobin) der roten Blutkörperchen verbindet sich mit dem Sauerstoff
Erythrozytenkonzentrate
Bluttransfusionen, bei denen die roten Blutzellen angereichert werden
Erythrozytopenie
Verminderung der Anzahl der roten Blutzellen (Erythrozyten)
Erythrozytose
Vorübergehende Vermehrung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)
Ewingsarkom
Bösartiger Knochenkrebs, der besonders oft bei Kindern und Jugendlichen auftritt und meist Rippen-, Becken- oder Oberschenkelknochen befällt
Extramedullär
Außerhalb des Knochenmarks
Extranodal
Außerhalb der Lymphknoten
Extremitäten
Gliedmaßen (Arme und Beine)
FAB-Klassifikation
French-American-British-Klassifikation; ein System zur Einteilung myelodys-plastischer Syndrome
Fatigue-Syndrom
Erschöpfungssyndrom, das oft in Verbindung mit Krebs oder Blutarmut auftritt; die Betroffenen erholen sich auch nach ausreichender Pause nicht
Ferritin
Eisenspeicherndes Eiweiß im Körper
Ferrum
Eisen; Abkürzung Fe; chemisches Element, das der Körper besonders für den Sauerstofftransport braucht; es muss in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden
Fettzellen
Große, runde Zellen im Fettgewebe
Fibrin
An der Blutgerinnung beteiligtes Eiweiß
Fibrinogen
Eiweiß, an der Blutgerinnung beteiligt
Fibroblasten
Vorstufe der Fibrozyten
Fibrozyten
Zellen im Bindegewebe
Fieber
Körpertemperatur ab 38,2°C; erhöhte Temperatur ab 37,5°C; Fieber ist eine Reaktion auf Reize, keine Erkrankung
FISH
Fluoreszenz in situ Hybridisierung
Fluoreszenz in situ Hybridisierung
Diagnoseverfahren, bei dem bestimmte DNS-Regionen auf den Chromosomen sichtbar gemacht werden; mit diesem Verfahren können genetische Veränderungen in Zellen nachgewiesen werden
Fraktionierung
Im Zusammenhang mit Krebs die Aufteilung der Bestrahlungsserien in einzelne Sitzungen
Fresszellen
Zellen des Immunsystems; sie fressen Eindringlinge und kaputte, körpereigene Zellen auf, um sie aus dem Verkehr zu ziehen
Fötus
Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat Bezeichnung für das ungeborene Leben im Mutterleib; davor Embryo
G-CSF
Granulozyten-Kolonien stimulierender Faktor; ein Hormon, das bei Entzündungen ausgeschüttet wird und das zugleich die Bildung von Granulozyten anregt; biotechnologisch hergestelltes G-CSF wird in bestimmten Fällen bei der Krebstherapie als Medikament verabreicht, um das Risiko einer Infektion zu senken
Gallium
Chemisches Element; wird für die Galliumszintigraphie verwendet
Galliumszintigraphie
Untersuchungsmethode, die bei Lymphomen, manchmal auch bei anderen bösartigen Tumoren angewandt wird; vor der Ganzkörperaufnahme Injektion von Gallium in eine Vene
Gammopathie
Oberbegriff für Erkrankungen, bei denen vermehrt Gamma-Globuline gebildet werden
Ganzkörperbestrahlung
Gleichmäßige Bestrahlung des ganzen Körpers; wird z.B. vor einer Knochenmarktransplantation durchgeführt
GdB
Abkürzung für "Grad der Behinderung"
Gedächtniszellen
B- und T-Lymphozyten; sie merken sich Antigene, mit denen sie schon Kontakt hatten und wehren diese bei erneutem Kontakt ab
Gefäße
Blutgefäße
Gelbsucht
Symptom, keine Krankheit, bei der sich Haut und Bindehaut gelb färben, weil ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs nicht mehr über Leber und Galle ausgeschieden werden kann und sich in der Haut einlagert. Gelbsucht kann Folge eines genetischen Defekts sein oder durch eine akute Erkrankung hervorgerufen werden
Gen
Teil des Erbmaterials (DNS), das be-stimmte vererbte Merkmale trägt
Gen-Expression
Übersetzung der DNS-Information in RNS und dann in Eiweiße
Gerinnungsfaktor
Eiweiß, das die Blutgerinnung steuert
Geschwür
Oberflächenstörung der Haut oder Schleimhaut mit Gewebezerfall Ulcus
Gicht
Urikopathie; Erkrankung, bei der Harnsäuresalze an verschiedenen Körperstellen, besonders in den Gelenken, abgelagert werden; kann zu Anfällen führen, die mit großen Schmerzen verbunden sind
Glaukom
Grüner Star
Globuline
Bestimmte Eiweiße, die im Blutplasma enthalten sind
Globuläre Proteine
kugelformige Proteine Globuline
Graft-versus-Host-Disease
Transplantat – gegen – Empfänger – Erkrankung
Granulom
Gewebsneubildung
Granulopoese
Die Entstehung von Granulozyten aus ihren Vorläuferzellen
Granulozyten
Bestimmte Art der weißen Blutzellen (Leukozyten); Unterteilung in Neutrophile, Eosinophile und Basophile; Granulozyten machen etwa 60 – 70% der weißen Blutzellen aus
Granulär
Körnig
Grauer Star
Katarakt; Trübung der Augenlinse
Großzellig
Aus großen Zellen bestehend
Grüner Star
Glaukom; verschiedene Erkrankungen mit einem erhöhten Augeninnendruck; kann unbehandelt zur Erblindung führen; regelmäßige Kontrollen des Augen-innendrucks helfen vorzubeugen
Gy
Physikalische Einheit für ionisierende Strahlung (bei Bestrahlungen eingesetzt)
Gürtelrose
Herpes Zoster; eine durch ein Virus hervorgerufene Erkrankung, die stark schmerzende Hautausschläge, Geschwürbildungen und Blutungen im Gewebe verursachen kann
Haarzellleukämie
Erkrankung mit veränderten B-Lymphozyten; sie sehen "haarig" aus und sammeln sich vor allem in Milz und Knochenmark an. Die Haarzellleukämie ähnelt der Chronisch lymphatischen Leukämie, wird aber trotzdem zu den Lymphomen gezählt
Hand-Fuß-Syndrom
Schmerzhafte Schwellung und Rötung der Handflächen und/oder der Fußsohlen, manchmal einhergehend mit Schuppung oder Taubheitsgefühl; oft Nebenwirkung einer Chemotherapie
Haupthistokompatibilitätskomplex
Verbund von Einweißen, die dazu beitragen, dass der Körper zwischen körpereigen und körperfremd unterscheiden kann
Heparin
Medikament, welches die Blutgerinnung verhindern soll, z.B. bei der Gefahr eines Blutgerinnsels
Hepatitis
Leberentzündung
Herpes Zoster
Gürtelrose
Hickman
Umgangssprachliches Wort für einen, durch Operation eingebrachten, dauerhaft verbleibenden Venenkatheter; Venenkatheter
Histokompatibilität
Gewebeverträglichkeit; muss vor einer Organtransplantation bestimmt werden, um zu sehen, ob das Organ vom Empfänger angenommen oder abgestoßen werden wird
Histologie
Wissenschaft der unterschiedlichen Körpergewebe
HIV-Virus
Virus, das Aids auslöst = Human Immunodeficiency Virus
HL
Hodgkin-Lymphom
HLA-Merkmale
Gewebemerkmale die dem Körper helfen, zwischen fremd und eigen zu unterscheiden; jeder Mensch besitzt spezifische HLA-Merkmale, welche sich auf der Oberfläche der Körperzellen befinden. Um festzustellen, ob jemand als Spender für eine Transplantation in Frage kommt, bedarf es vorab der Bestimmung der HLA-Merkmale
HLA-System
Gesamter Komplex von Gewebemerk-malen HLA-Merkmale
Hochdosischemotherapie
Soll die Tumorzellen wirksamer zerstören als eine normal dosierte Chemotherapie; oft in Kombination mit autologer Stamm-zellenreinfusion
Hochdosistherapie
Hochdosischemotherapie
Hodgkin-Lymphom
Bösartiger Tumor der Lymphknoten, bei dem im Gegensatz zum Non-Hodgkin-Lymphom so genannte Sternberg-Reed-Riesenzellen gefunden werden; Unterteilung in vier Stadien: Im ersten Stadium ist nur eine Lymphknotenregion befallen, im vierten Stadium sind bereits auch andere Organe betroffen. Das Hodgkin-Lymphom wird meist mit Chemotherapie und Bestrahlung behandelt. Je weiter fortgeschritten es ist, umso schwieriger gestaltet sich die Behandlung
Homing
Nach einer Stammzelltransplantation werden die übertragenen Stammzellen über das Blut im ganzen Körper verteilt und wandern von da in die Nischen des Knochenmarks
Hormone
Botenstoffe des Körpers
Humoral
Die Körperflüssigkeiten betreffend
Hyperdiploid
Chromosomensatz, bei dem ein Chromosom häufiger als zweimal vorkommt
Hyperkalzämie
Erhöhter Kalziumspiegel im Plasma
Hyperurikämie
Erhöhter Harnsäurespiegel im Blut; eine Vorstufe von Gicht
Hyperviskositätssyndrom
Zähflüssigkeit des Blutes; geht oft mit Kopfschmerz, Schwindelgefühl und Sehstörungen einher
Hämatochromatose
Eisenüberladung des Körpers
Hämatokrit
Das Blutvolumen, das sich aus den roten Blutzellen zusammensetzt
Hämatologe
Facharzt für Bluterkrankungen
Hämatom
Blutaustritt ins Gewebe, der so genannte "Blaue Fleck"
Hämatopathologie
Wissenschaft von den Erkrankungen des Blutes, des Knochenmarks und der lymphatischen Organe
Hämatopoese
Blutbildung
Hämatotoxizität
Giftig und gefährlich für die Blutzellen
Hämoglobin
Roter Blutfarbstoff, der in den roten Blutzellen (Erythrozyten) für den Transport des Sauerstoffs zuständig ist
Hämolytische Anämie
Verschiedene Arten von Anämie, bei denen die roten Blutzellen (Erythrozyten) eine geringere Lebensdauer als 120 Tage aufweisen; ihr vermehrter Abbau vermindert ihre Anzahl
Hämopoese
Blutbildung
Hämorrhoiden
Knotenförmige Erweiterung der Blutgefäße am After
Hämostase
Blutgerinnung
IgA
Bestimmte Art von Antikörpern; viel in den Körpersekreten enthalten; sie setzen Krankheitserreger außer Gefecht, wenn sie in den Körper eindringen wollen
IgD
Bestimmte Art von Antikörpern im Blutplasma
IgE
Bestimmte Art von Antikörpern, die in geringer Menge im Blutplasma vorhanden sind und allergische Reaktionen auslösen können
IgG
Wichtigste Gruppe der Antikörper, die bei einem Erreger-Angriff gebildet werden
IgM
Bestimmte Art von Antikörpern im Blut
Ikterus
Gelbsucht
Immunabwehr
Immunantwort
Immunantwort
Reaktion des Körpers auf körperfremde Stoffe/ Eindringlinge; die unspezifische Immunantwort wehrt Bakterien und Viren ab, baut manchmal aber auch körpereigene Stoffe ab. Sie setzt sich zusammen aus Eiweißen, Sig-nalstoffen, aggressiven Verbindungen, Fresszellen und Neutrophilen. Die spezifische Immunantwort, bestehend aus Makrophagen, Anikörpern und verschiedenen Typen von Lymphozyten und hat zur Aufgabe, Antikörper zu Fremdstoffen zu bilden, die wie Schlüssel und Schloss zusammenpassen. Die Antigene werden gebunden und von Fresszellen entsorgt. Die B-Lymphozyten produzieren auch Gedächtniszellen
Immunglobine
Antikörper
Immunkompetenz
Fähigkeit bestimmter Zellen des Immunsystems, körperfremde Stoffe zu erkennen und unschädlich zu machen
Immunmodulation
Beeinflussung der Immunantwort des Körpers
Immunoglobuline
Antikörper (anderes Wort)
Immunomodulatorisch
Das Immunsystem beeinflussend
Immunophänotypisierung
Verfahren zur Analyse von Antigenen auf der Oberfläche von Zellen; ist bedeutsam bei der Klassifizierung von Leukämien und des Non-Hodgkin-Lymphoms
Immunozytom
Makroglobulinämie; genannt auch Morbus Waldenström, Makroglobulinämie, Lymphoplasmazytisches Lymphom
Immunreaktion
Immunantwort
Immunsuppression
Unterdrückung des Immunsystems
Immunsuppressivum/Immunsuppressiva
Medikament, das das Immunsystem unterdrückt
Immunsystem
Abwehrsystem des Körpers gegen Eindringlinge; in verschiedenen Organen angesiedelt
Immuntherapie
Beeinflusst das Immunsystem
Immuntoxine
Gifte, die das Immunsystem schwächen
In situ
Im Körper
In vitro
Im (Reagenz-)glas; unter experimentellen (künstlichen) Bedingungen
Indolent
Schmerzlos; im Zusammenhang mit Tumoren gebräuchlich als langsam wachsend; bei Lymphomen meint indolent oft niedrig-maligne, also wenig bösartig
Infektion
Durch kleinste Organismen hervorgerufene Krankheit mit unterschiedlich gefährlichem Verlauf; Tumorpatienten haben oft ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei einer mit der Krankheit einhergehenden verminderten Anzahl von weißen Blutzellen (Leukozyten) kann eine Infektion lebensbedrohlich werden
Infektionsabwehr
Immunantwort
Inflammation
Entzündung
Influenza
Grippe
Infusion
Methode, um Medikamente, meist über eine Vene, in die Blutbahn zu bringen
Initialphase
Erster Abschnitt der Tumorentwicklung
Initiation
Initialphase
Inkontinenz
gestörte Stuhl- und Harnkontrolle; nicht steuerbarer Abgang
Insektizide
Giftige Mittel gegen Insekten; einige stehen im Verdacht, Leukämien auszulösen
Interferone
Bestimmte Eiweiße (Alpha-Interferon, Beta-Interferon, Gamma-Interferon, Tau-Interferon); werden von den weißen Blutzellen (Leukozyten) produziert, regen das Immunsystem an und wirken gegen Viren und v.a. gegen Tumore
Interleukine
Hormone, die die Teilung, Reifung oder das Wachstum anderer Zellen anregen; werden von den Zellen des Immunsystems ausgeschüttet; von Lymphozyten gebildete Interleukine heißen Lymphokine, von Monozyten gebildete Monokine. Ihre verschiedenen Untergruppen werden alle durch das Vorzeichen IL kenntlich gemacht
Internist
Arzt für Innere Medizin
Intestinal
Zum Darm gehörend
Intravenös
In die Vene hinein (Infusion oder Transfusion); kurz i.V.
Invasiv
Eindringend; ein invasiv wachsender Tumor dringt in das umliegende Gewebe ein
Ionen
Atome, bei denen entweder ein Elektron zu viel oder zu wenig vorhanden ist; dadurch entstehen positiv oder negativ geladene Teilchen
Ionisierend
Ionen aussendend
Kahler-Krankheit
Multiples Myelom
Kalium
Chemisches Element, welches u. a. auch in den roten Blutzellen (Erythrozyten) vorkommt; im Körper hat es eine wichtige Aufgabe bei der Reizweiterleitung (Nerven)
Kalzium
Chemisches Element, welches v. a. im Knochengewebe, aber auch im Blutplasma vorkommt; Kalzium wirkt bei
Kanti Rai
Hämatologe, nach dem die Chronische Lymphatische Leukämie klassifiziert wurde
Kapillare / Kapillaren
Röhren mit geringem Durchmesser; hier: die ganz kleinen Blutgefäße in Organen oder Extremitäten
Karyogramm
Darstellung des Karyotyps; für ein Karyogramm werden Zellen verwendet, die kurz vor einer Zellteilung stehen. Zu diesem Zeitpunkt ist die DNS zu übersichtlichen Paketen (Chromosomen) aufgewickelt und kann somit besser analysiert werden
Karyotyp
Gesamtheit der genetischen Merkmale eines Menschen
Karzinogene
Krebs auslösende Faktoren
Karzinogenese
Die komplizierte Entwicklung einer normalen Zelle zu einer Krebszelle in drei Phasen: Initiation, Promotion und Progression
Karzinom
Krebsgeschwür
Katarakt
Grauer Star
Katheter
Röhrchen oder kleiner Schlauch, mit dem Organe gefüllt, gespült oder entleert werden können; es gibt eine Vielzahl von Kathetern in den unterschiedlichsten Größen. Besonders bekannt ist der Zentrale Venenkatheter
Kernspintomographie
Bildgebendes Verfahren mittels eines künstlich erzeugten Magnetfelds; es liefert genaue Schnittbilder mit hoher Auflösung von den Strukturen im Körperinneren
Kinasen
Enzyme, die das Zellwachstum, die Differenzierung von Zellen und den programmierten Zelltod (Apoptose) steuern
Klassifikation
Einteilung in Stadien (Stadium) einer Krankheit
Kleinzellig
Beschreibung eines Tumors mit besonders kleinen Zellen
Klinisch
Mit den Mitteln der Diagnostik
Klon
Zellen mit völlig identischer Erbsubstanz; alle von einer einzigen Ursprungszelle abstammend
Knochen
"Gerüst" des Körpers; der Mensch hat ca. 200 Knochen. Außen umgibt die Knochenhaut die Knochen, im Inneren befindet sich das Knochenmark, in welchem das Blut gebildet wird. Der Oberschenkelknochen ist der größte Knochen, der Steigbügel im Ohr der kleinste
Knochenläsionen
Stellen, an denen sich der Knochen auflöst
Knochenmark
Gewebe, das das Innere des Knochens ausfüllt; gelbes und rotes Knochenmark; im roten Knochenmark findet die Blutbildung statt
Knochenmarkbiopsie
Entnahme von Knochenmark zum Zweck der Untersuchung und Diagnosestellung
Knochenmarkfibrose
Osteomyelofibrose
Knochenmarkpunktion
Entnahme von Knochenmark zur genauen Diagnosestellung
Knochenmarktransplantation
Übertragung von Knochenmark in den Körper eines Patienten; Knochenmark eines Spenders allogen; des Patienten selbst autolog
Knochenverdünnung
Osteolyse
Kompression
Quetschung; Kompression des Rückenmarks Rückenmark-Stauchung
Konditionierung
Vorbereitung auf eine anstehende Stammzelltransplantation; Hochdosistherapie, verabreicht häufig in Verbindung mit einer Bestrahlung
Konsekutiv
Aufeinander folgend
Konstipation
Obstipation
Kontrastmittel
Stoffe, oft radioaktiv (Radioaktivität); werden vor einer Untersuchung mit bildgebenden Verfahren in den Körper gespritzt, wodurch auf den Bildern ein stärkerer Kontrast zwischen den Organen hergestellt und die Diagnose erleichtert wird
Konventionelle Therapie
Herkömmliche Therapie
Konversion
Veränderung, Umwandlung, Wendung
Kortikoide
Kortikosteroide
Kortikosteroide
Bestimmte Hormone, die in der Nebenniere aus Cholesterin gebildet werden
Kortison
In der Nebenniere produziertes Hormon, welches auch als Arzneimittel verwendet wird (z.B. Dexamethason); wirkt ent-zündungshemmend und kann auch in Kombination mit einem anderen Medikament eingenommen werden
Kreatinin
Abbauprodukt von Kreatin, das in der Muskelmasse gebildet wird und Energie speichern und abgeben kann; kommt auch im Blutserum und im Urin vor und kann dort nachgewiesen werden; ein erhöhter bzw. niedriger Kreatininspiegel lässt Rückschlüsse auf die Leistung der Nieren und somit auf verschiedene Krankheiten zu
Krebs
Oberbegriff für Erkrankungen, bei denen die Zellen die Fähigkeit verloren haben, ihre Teilung zu kontrollieren
Kryoglobuline
Bestimmte Antikörper im Blut, die bei Kälte nicht mehr löslich sind und ausfallen; Unterscheidung zwischen monoklonalen und gemischten Kryoglobulinen; vermehrte Ausschüttung von monoklonalen Kryoglobulinen bei Lymphomen, bei Leukämien, bei Morbus Waldenström, beim multiplen Myelom
Kryoglobulinämie
Kryoglobuline werden im Blut vorgefunden
Kurativ
Auf Heilung angelegt
Kurzatmigkeit
Atemnot
Kutan
Die Haut betreffend
Laborwerte
Verschiedene Messwerte, die im Labor bestimmt werden
Laktatdehydrogenase
Enzym, das bei der Zellatmung mitwirkt
Laktose
Milchzucker, bestehend aus einem Teil Glukose und einem Teil Galaktose; kommt vor allem in der Milch vor
Laminektomie
Entfernung eines Wirbelkörpers aus der Wirbelsäule
Laparoskopie
Bauchspiegelung; das so genannte Laparoskop wird durch eine kleine Öffnung in den Bauchraum eingebracht. Um die Organe besser sehen zu können wird Kohlenstoffdioxid (CO2) eingeleitet
Laparotomie
Öffnung der Bauchhöhle durch einen Schnitt
Latenzphase
Phase ohne Krankheitssymptome
Leber
Wichtiges Organ des menschlichen Körpers im rechten Oberbauch; wird wegen ihrer vielfältigen Aufgaben auch als Stoffwechselzentrale bezeichnet; sie besteht aus einem kleineren und einem größeren Lappen
Leichtketten
Eiweiße; Teile von Antikörpern
Leukine
Substanzen; die von einer bestimmten Art von Granulozyten ausgeschüttet werden
Leukopenie
Ein Mangel an weißen Blutzellen (Leukozyten)
Leukose
Leukämie
Leukozyten
Weiße Blutzellen, die körperfremde Eindringlinge (z.B. Viren oder Bakterien) abwehren; Klassifizierung in Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten; eine erhöhte Anzahl von Leu-kozyten deutet auf eine Krankheit (Entzündung) hin
Leukozytose
Im Blut werden zu viele Leukozyten nachgewiesen
Leukämie
Bösartige Bluterkrankung, bei der ein Überschuss an weitgehend funktionslosen weißen Blutzellen (Leukozyten) produziert wird; es gibt verschiedene Arten von Leukämien z.B. die akute lymphatische Leukämie, die akute myeloische Leukämie, die chronische myeloische Leukämie, die chronische lymphatische Leukämie
Liquor
Flüssigkeit; hier die Gehirn-Rückenmarkflüssigkeit
Lokal
Örtlich begrenzt
Lokalanästhesie
Lokale (örtliche) Betäubung
Lokale Betäubung
Narkose, die sich nur auf einen bestimmten, kleinen Teil des Körpers beschränkt
Lumbalpunktion
Eingriff, bei dem mit einer Hohlnadel etwas Rückenmarkflüssigkeit aus einer Lücke zwischen den Lendenwirbeln entnommen wird; die Rückenmarkflüssigkeit wird im Labor auf Krankheiten untersucht
Lungenembolie
Ein Blutgerinnsel (Thrombus) in der Lunge
Lymph(o)szintigraphie
Verfahren zur Darstellung der Lymphknoten und Lymphgefäße
Lymphadenopathie
Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen der Lymphknoten
Lymphatische Organe
Organe des Immunsystems: Mandeln, Milz, Thymus und Lymphknoten
Lymphatische Zelle
Zelle des Lymphsystems
Lymphatischer Rachenring
Oberbegriff für die vier Arten von Mandeln: Rachenmandel, Zungenmandel, Tubenmandel und Gaumenmandel, die gemeinsam den Körper vor Bakterien und Viren schützen
Lymphatisches System
Die Gesamtheit aller Lymphknoten,Lymphbahnen und lymphatischen Organe; alle leisten ihren Beitrag zur erfolgreichen Abwehr von Viren und Bakterien
Lymphe
Flüssigkeit, die durch die Lymphgefäße fließt; Lymphknoten; Immunantwort
Lymphgefäße
Gefäße, durch die die Lymphe fließt
Lymphknoten
Wichtige Organe des Immunsystems; sie werden von einer Kapsel umschlossen, die sich zusammenziehen und so die Lymphe durch die Lymphgefäße pumpen kann. In den Lymphknoten werden Abwehrzellen gespeichert
Lymphogranulomatose
Hodgkin-Lymphom
Lymphographie
Verfahren zur Darstellung von Lymphgefäßen und Lymphknoten; wurde mittlerweile weitgehend von der Lymphoszintigraphie abgelöst
Lymphom
Oberbegriff für verschiedene Arten von Lymphknotenvergrößerungen (gutartige/benigne) und bösartige/maligne Lym-
Lymphopenie
Mangel an Lymphozyten im Blut
Lymphoplasmozytisches Lymphom
Makroglobulinämie; auch Immunozytom oder Morbus Waldenström genannt
Lymphopoese
Reifung von Lymphozyten
Lymphosarkom
Bösartiges Lymphom
Lymphozyten
Untergruppe der weißen Blutzellen (Leukozyten); wehren Infektionen ab; es gibt zwei Untergruppen, die
Lymphozytopenie
Mangel an Lymphozyten
Magnetresonanztomographie (MRT)
Bildgebendes, auf Magnetresonanz basierendes Verfahren zur Darstellung von Körperorganen
Makroglobulinämie
Erkrankung, bei der vermehrt große Eiweißkörper (Paraproteine) im Blut auftreten; andere Bezeichnungen: Immunozytom, Lymphoplasmozytische Leukämie, Morbus Waldenström (Waldenström Krankheit)
Makromoleküle
Große Moleküle
Makrophagen
Fresszellen des Immunsystems
Maligne
Bösartig; ein hochmaligner Tumor besteht aus unreifen Zellen mit hoher Zellteilungsrate, ein niedrigmaligner Tumor besteht dagegen aus Zellen mit höherem Reifungsgrad
Malignität
Bösartigkeit
Mandeln
Tonsillen; Gaumenmandel, Rachenmandel, Tubenmandel und Zungen-mandel; Lymphatische Organe im Mund und Rachenraum, die die Aufgabe haben, Viren und Bakterien möglichst schon vor deren Eindringen in den Körper abzutöten
Manifestationsphase
Ein Tumor wird bösartig und breitet sich in andere Gewebe aus. Der Manifestationsphase gehen die Initialphase und die Latenzphase voraus
Marginalzonen
Randzonen
Mark
Knochenmark im Inneren des Knochens oder Rückenmark in der Wirbelsäule
Markzelle
Älterer Begriff für Stammzelle
MDS
Myelodysplastische Syndrome
Medikamentös
Auf der Basis von Medikamenten
Medulla
Mark; Knochenmark
Megakaryopoese
Die Bildung von Blutplättchen (Thrombozyten) aus Stammzellen; aus den Megakaryozyten entstehen die Megakaryoblasten, aus diesen dann die Blutplättchen
Meiose
Art der Zellteilung, bei der immer vier neue Zellen mit einem halben Chromosomensatz entstehen (Keimzellen)
Memory Cells
Gedächtniszellen
Metastase
Tochtergeschwulst; Ansiedlung von Tumorgewebe an einer anderen Stelle im Körper
MGUS
Monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz; erhöhte Menge der Para-proteine in Blut oder Urin; wenn weder das Multiple Myelom noch die Makroglobulinämie als Diagnose in Frage kommen; noch keine bösartige Erkrankung
Mikroben
Mikroorganismen
Mikroglobuline
Beispielsweise Beta-2-Mikroglobulin
Mikrokristallin
Aus sehr kleinen Kristallen bestehend
Mikroliter
Tausendstel Milliliter
Mikromyeloblasten
Kleine veränderte, häufig bei Leukämie vorkommende Myeloblasten
Mikroorganismen
Kleinstlebewesen wie Viren, Bakterien oder Pilze
Milz
Körperorgan im hinteren Bauchraum; die Milz ist zuständig für die Bildung von Lymphozyten, für den Abbau der roten Blutzellen, für die Speicherung von Blut und während der Embryonalentwicklung für die Blutbildung insgesamt
Mineralstoffe
Lebensnotwendige Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann, sondern mit der Nahrung aufnehmen muss
Mitose
Art der Zellteilung, bei der zwei identische Zellen entstehen
MM
Multiples Myelom
Moleküle
Verbindungen aus Atomen
Monoklonal
Von einer einzigen Zelle abstammend
Monoklonale Antikörper
Antikörper, die von derselben B-Zelle produziert werden
Monoklonale Gammopathie
MGUS
Monoklonalität
Absolute genetische Übereinstimmung von Zellen
Mononukleose
Pfeiffer`sches Drüsenfieber; durch ein Virus (Epstein-Barr-Virus) hervorgerufene Infektionskrankheit; wird hauptsächlich durch Speichel übertragen; verläuft meist harmlos
Mononukleär
Zellen mit nur einem Zellkern (Normalzustand)
Monopoese
Reifung von Monozyten
Monozyten
Untergruppe der weißen Blutzellen (Leukozyten), deren Aufgabe es ist, tote oder beschädigte Zellen zu beseitigen und das Immunsystem dahingehend zu aktivieren, dass es infektiöse Mikroorganismen bekämpft; zirkulieren etwa 1 – 2 Tage im Blut und wandern dann in verschiedene Organe, wo sie sich zu Makrophagen entwickeln
Morbus
Krankheit
Morbus Hodgkin
Hodgkin-Lymphom
Morbus Kahler
Multiples Myelom
Morbus Waldenström
Auch Waldenström-Krankheit, Makro-globulinämie, Immunozytom, Lymphoplasmozytisches Lymphom
Morphin/Morphium
Starkes Betäubungsmittel; als Schmerzmittel z.B. in der Krebstherapie eingesetzt
Morphinderivate
Chemische Verbindungen, die mit Morphium verwandt sind
Morphologie
Die Lehre von Aufbau, Struktur und Funktion des Körpers, der Organe, aber auch der Zellen und deren Organellen ("Organe" innerhalb der Zelle)
MRT
Magnetresonanztomographie
Multipel
Vielfach
Multiples Myelom
Form von Krebs, bei der entartete Plasmazellen (auch Myelomzellen) in großer Zahl vorhanden sind; oft mit Knochenschäden (Osteolysen)
Muskelrelaxation
Muskelentspannung
Mutation
Veränderung des Erbguts (DNS)
Mutationsstatus
Zustand eines Gens in seiner jeweiligen Form
Mycosis fungoides
Ein Non-Hodgkin Lymphom (T-Zell Lymphom); bösartige T-Lymphozyten, eine Untergruppe der weißen Blutzellen, greifen plötzlich die Haut an, was im späteren Stadium zu einer ekzemartigen Hautveränderung führt
Myeloblasten
Vorläuferzellen der Granulozyten in der Granulopoese
Myelodysplastische Syndrome
Erkrankungen, bei denen die Zellen des Knochenmarks ihre Fähigkeit verlieren, reife Blutzellen zu bilden; die Anzahl unreifer Knochenmarkzellen (Blasten) kann steigen, die roten und weißen Blutzellen sowie die Blutplättchen reifen nicht aus
Myelofibrose
Osteomyelofibrose
Myeloische Zelle
Zelle aus dem Knochenmark, Vorläuferzelle der Blutzellen
Myelomzellen
Entartete Plasmazellen
Myeloproliferative Syndrome
Sammelbegriff für verschiedene Er-krankungen, bei denen das für die Blutbildung zuständige Knochenmark in seiner Funktion gestört ist; dies hat eine ungebremste Vermehrung (Proliferation) der Blutzellen zur Folge. Zu den myeloproliferativen Syndromen gezählt werden u. a. die chronische myeloische Leukämie und die Osteomyelofibrose
Myelosupression
Krankhafte Veränderung des Knochenmarks, bei der die Produktion aller oder einzelner Blutzelltypen gestört ist
Myelozyten
Vorläuferzellen der Granulozyten in der Granulopoese
Mykose
Infektion, die durch Pilze verursacht wird
Nabelschnurblut
Das Blut, das bei der Geburt eines Kindes nach Abtrennung der Nabelschnur austritt; kann für eine spätere Blutspende verwendet werden
Nachsorge
Die medizinische Versorgung und Pflege eines Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus oder nach einer definierten Therapie
Natürliche Killerzellen
Untergruppe der Lymphozyten (weiße Blutzellen); Abkürzung NK-Zellen; ihre Aufgabe ist es, fremde Zellen z.B. Tu-morzellen oder virusinfizierte Zellen zu erkennen und abzutöten
Nebenwirkungen
Schädliche Begleiterscheinungen in Folge von Medikamenteneinnahme und/ oder anderen Therapien; häufige Neben-wirkungen der Chemotherapie sind Übelkeit oder Haarausfall
Nekrose
Absterben von Gewebe; tritt nach Schädigung des Gewebes auf
Neoplasie/Neoplasien
Neubildung von Gewebe, beispielsweise die Entstehung eines Tumors
Nephrotoxizität
Die Nieren schädigend
Nervensystem
Im Nervensystem werden Informationen weitergeleitet und verarbeitet. Es wird untergliedert in das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) und das periphere Nervensystem (motorische und sensorische Nerven)
Neuroblastom
Tumor des Nervengewebes
Neuropathie
Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen der Nerven
Neutropenie
Mangel an einer Unterart der weißen Blutzellen Neutrophile (Granulozyten)
Neutrophile (Granulozyten)
Eine Kategorie der weißen Blutzellen (Leukozyten); spielen bei der Infektionsabwehr des Körpers eine wichtige Rolle
NHL
Non-Hodgkin-Lymphom
Nieren
Hinter den unteren Rippen liegende Organe des Körpers; filtern Stoffe aus dem Blut heraus, die dann über den Urin ausgeschieden werden; produzieren das für die Blutbildung wichtige Hormon Erythropoetin
Niereninsuffizienz
Funktionseinschränkung der Nieren; meinst nicht rückgängig zu machen; fortgeschrittene Niereninsuffizienz kann zur Dialysepflicht führen
NK-Zell-Leukämie
Seltene Form eines Non-Hodgkin-Lymphoms
Nodal
Die Lymphknoten betreffend
Noduläre Sklerose
Am häufigsten vorkommender Variante des Hodgkin-Lymphoms; kollagene Fasern (eine bestimmte Art des Binde-gewebes) durchkreuzen das befallene Gewebe und lassen knotige Muster entstehen
Non-Hodgkin-Lymphome
Verschiedene bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems, die eine unkontrollierte Vermehrung der Lymphozyten zur Folge haben; es gibt derzeit 32 Formen des Non-Hodgkin-Lymphoms. Wichtiges Symptom des Non-Hodgkin-Lymphoms ist die Schwellung der Lymphknoten. Es verläuft in vier Stadien. Während bei Stadium1 nur eine Lymphknotenregion befallen ist, sind im vierten Stadium bereits Organe befallen
Nukleinsäure / Nukleinsäuren
Chemische Verbindungen, aus denen auch die Erbsubstanz besteht; Nukleinsäuren setzen sich zusammen aus Zuckermolekülen (z.B. Desoxyribose bei DNS), Phosphatmölekülen und den fünf so genannten Basen Adenin, Cytosin, Guanin, Thymin und Uracil (RNS)
Nährstoffe
Oberbegriff für verschiedene, für den Körper lebenswichtige Stoffe, beispielsweise Kohlenhydrate, Eiweiße (Proteine) und Fette
Oberflächenmerkmal
Bestimmte Merkmale auf der Oberfläche der Zellen
Obstipation
Verstopfung
Onkogene
Gene, welche die Zellen zu unaufhaltsamem Tumorwachstum anleiten; sie werden durch Erbgutveränderungen (Mutationen) aktiviert
Onkologe
Facharzt für Krebserkrankungen
Onkologie
Wissenschaft der Krebserkrankungen
Oral
Über den Mund/ durch den Mund
Organismus
Lebewesen
Orthopäde
Facharzt der Orthopädie
Orthopädie
Medizinischer Fachbereich; beschäftigt sich mit dem Stütz- und Bewegungsapparat, also mit den Knochen, Muskeln, Sehnen und Gelenken
Oss
Knochen
Osteoblasten
Vorläufer der Osteozyten mit Knochen aufbauender Wirkung
Osteofibrose
Osteomyelofibrose
Osteoklasten
Knochenzellen mit Knochen abbauender Wirkung; wichtige Funktion bei der Erhaltung des Gleichgewichts zwischen Auf- und Abbau in den Knochen
Osteolyse
Auflösung oder Abbau von Knochen an einer bestimmten Stelle
Osteomyelofibrose
Seltene Erkrankung des Knochenmarks; zählt zu den myeloproliferativen Syndromen; das Knochenmark verödet zunehmend, die Blutbildung ist gestört
Osteoporose
Auch als Knochenschwund bezeichnete Erkrankung, die häufig im Alter auftritt und die Patienten für Knochenbrüche anfällig macht
Osteozyten
Knochenzellen mit Knochen aufbauender Wirkung; ihre Vorläufer sind die Osteoblasten
Oxid
Sauerstoffverbindung
P.O.
"Per os"; durch den Mund verabreicht
Palliativmedizin
Teilbereich der Medizin, der zur Aufgabe hat, Symptome bei unheilbar kranken Patienten zu lindern
Pappenheim-Färbung
Methode zur Färbung eines Blutausstriches; Blutzellen lassen sich dadurch besser unter dem Mikroskop erkennen
Paraproteine
Funktionslose Antikörper, die im Blut oder Urin gefunden werden und einen Hinweis auf bestimmte Erkrankungen liefern, z.B. auf das multiple Myelom oder auf lymphatische Leukämien wie die akute lymphatische Leukämie und die chronische lymphatische Leukämie; Paraproteine können in der so genannten Elektrophorese erkannt werden
Parenteral
Verabreichung eines Medikaments oder von Flüssignahrung in die Vene oder unter die Haut in den Muskel
Parzielle Remission
Verringerung des Tumorvolumens um mehr als 50 Prozent
Pathogenese
Entstehung und Verlauf einer physischen oder psychischen Erkrankung
Pathologie
Die Lehre von der Entstehung, Entwicklung und Ursache einer Erkrankung und der hervorgerufenen Veränderungen
Pathologisch
Krankhaft
Pathophysiologie
Teilgebiet der Physiologie; Lehre von Körperfunktionen, die krankhaft verändert sind
Peptide
Chemische Verbindungen; ähneln den Proteinen; bestehen aus Aminosäuren
Peripher
Im Außenbereich
Periphere Neuropathien
Erkrankung der äußeren Nerven; Neuropathie
Peripheres Blut
Blut, das sich in den Blutgefäßen befindet
Petechien
Kleine, punktförmige, flohstichartige Hautblutungen aus den äußersten Blutgefäßen (Kapillaren); ihr Auftreten bedeutet oft eine gestörte Funktion der Blutgerinnung
Pfeiffer`sches Drüsenfieber
Mononukleose
PH-Wert
Wert, der auf einer Skala von 0 – 14 angibt, wie sauer oder basisch eine Flüssigkeit ist
Phagozyten
Fresszellen des Immunsystems; Granulozyten (neutrophile), Makrophagen und Monozyten
Philadelphia-Chromosom
Bezeichnung für das verkürzte Chromosom 22, das bei einigen Arten der Leukämie auftritt (ALL, AML, CML)
Phosphatasen
Eine Kategorie von Enzymen
Phosphate
Aus Phosphorsäure entstandene Salze
Physiotherapie
Therapieform, bei der durch körperliche Bewegung Heilung oder Linderung der Beschwerden erzielt werden soll; "Krankengymnastik"
Physisch
Den Körper betreffend
Pilze
Winzige Lebewesen, die Infektionen hervorrufen können (z. B. Schimmelpilze); andere Arten werden bei der Lebens-mittelproduktion verwendet (z.B. Hefen zur Bier- oder Brotherstellung)
Plasma
Die flüssige Komponente des Blutes
Plasmapherese
Spezielle Form der Blutspende, bei der nur das Blutplasma (der flüssige Bestandteil des Blutes) an den Empfänger weiter gegeben wird
Plasmazellen
Aus den B-Lymphozyten entstandene weiße Blutzellen (Plasmozyten); spielen bei der spezifischen Immunantwort eine wichtige Rolle, da sie Antikörper bilden; beim multiplen Myelom Plasmozytom treten sie vermehrt entartet auf
Plasmozytom
Multiples Myelom
Plasmozytose
Vermehrung von Plasmazellen
Plattenknochen
Flache, platte Knochen, z.B. Schädelknochen
Plazebo
Scheinmedikament ohne Wirkstoff
Pleomorph
Vielgestaltig; einige Zellen, auch Tumorzellen, können ihre Erscheinungsform verändern
Pleuraerguss
Flüssigkeitsansammlung zwischen dem Rippen-, Brust- und Lungenfell, welches den Brustraum auskleidet
Polycythaemia (rubra) vera
Seltene Erkrankung der Vorläuferzellen der roten Blutzellen; führt zu einem Überschuss an roten Blutzellen und
Polyklonal
Aus verschiedenen Klonen entstehend (Gegensatz monoklonal)
Polyzythämie
Polycythaemia (rubra) vera
Portkatheter (Port)
Dauerhafter Zugang zu einer Vene oder Arterie; eine Art des zentralen Venenkatheters; wird beispielsweise in der Chemotherapie eingesetzt
Progesteron
Weibliches Geschlechtshormon; reguliert den Menstruationszyklus; fördert den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut; ver-
Prognose
Voraussichtlicher Verlauf einer Erkrankung; auch im Hinblick auf die verbleibende Lebenszeit
Programmierter Zelltod
Apoptose
Progression
Fortschreiten einer Krankheit
Proliferation
Vermehrung von Zellen; auch Wucherung; dritte Phase in der Entwicklung eines Tumors (Karzinogenese); die Zelle ist nun bösartig und teilt sich ständig
Prolymphozytenleukämie
Seltene Art des Non-Hodgkin-Lymphoms; meist mit sehr ungünstigem Verlauf
Promotion
Die zweite Phase in der Entwicklung eines Tumors (Karzinogenese); eine veränderte Zelle vermehrt sich durch einen Wachstumsreiz
Prophylaxe
Vorbeugung
Proteine
Eiweiße
Protoonkogene
Vorläufer der Onkogene
Prädisposition
Vererbte Anlage, die für bestimmte Erkrankungen anfällig macht
Psyche
Seele
Psychisch
Die Seele betreffend
Psychologe/Psychologin
Facharzt/Fachärztin für Erkrankungen und Störungen der Seele
Psychoonkologie
Befasst sich mit den Auswirkungen der Krebserkrankung auf die Seele
Puffer
Chemische Verbindungen; sorgen dafür, dass sich der pH-Wert (Säurewert) nur wenig ändert
Punktion
Entnahme einer Probe aus dem Körper; geschieht mit einer Nadel; an verschiedenen Körperstellen möglich (Lum-balpunktion/Rückenmark oder Knochenmarkbiopsie/Beckenkamm)
Purine
Wesentliche Bestandteile der Nukleinsäure; werden zu Harnsäure abgebaut (Gicht)
Querschnittläsion/Querschnittsyndrom
Schädigung des Rückenmarks z.B. durch Bandscheibenvorfall oder Bruch eines Wirbelkörpers
R-Hu-EPO
Gentechnisch hergestelltes, menschliches Erythropoetin (EPO)
R-Hu-G-CSF
Gentechnisch hergestelltes, menschliches Hormon (G-CSF)
Radiatio
Bestrahlung
Radioaktivität
Entsteht durch spontanes Zerfallen von Atomen; dabei werden kleinere Teilchen (Alpha- und Beta-Strahlung) und/oder elektro-magnetische Wellen (Gamma-Strahlung) produziert
Radioimmuntherapie
Therapie des Non-Hodgkin-Lymphoms; monoklonale Antikörper werden mit radioaktiver Strahlung behandelt und in den Körper gespritzt. Die Antikörper heften sich an die entarteten B-Lymphozyten und zerstören sie
Radioonkologie
Beschäftigt sich mit der heilenden Wirkung ionisierender Strahlen bei Krebserkrankungen
Radiotherapie
Radioonkologie
RAEB-II
Subtyp eines myelodysplastischen Syndroms (MDS)
Randomisierung
Zuordnung von Patienten zu unterschiedlichen Behandlungsgruppen innerhalb einer Studie
RARS
Subtyp eines myelodysplastischen Syndroms (MDS)
Raynaud-Syndrom
Gefäßerkrankung, die sich durch anfallartige Krämpfe in Fingern und Zehen äußert und zur Folge hat, dass sich in den betroffenen Köpergliedern die Blutzufuhr verringert
Refraktär
Unempfindlich
Refraktäre Anämie
Subtyp eines MDS
Reha
Rehabilitation
Rehabilitation
Wiederherstellung körperlicher Funktionen und Fähigkeiten mittels physiotherapeutischer/ psychotherapeutischer Behandlungen und Anwendungen
Rekombinant
Mittels Gentechnik und Biotechnologie hergestellt
Remission
Vollständiger Rückgang einer Erkrankung
Retrovirus
Bestimmte Art eines Virus, das die Fähigkeit besitzt, sich in die DNS seiner Wirtszellen einzubauen
Rezeptor
"Fühler" der Zelle; empfängt bestimmte Reize und sorgt innerhalb der Zelle für deren Weiterleitung
Rezidiv
Rückfall
Rh
Rhesus; Rhesus-Blutgruppen (negativ/positiv)
Rhesus-Blutgruppen
Neben den AB0-Blutgruppen wichtiges System zur Blut - Klassifizierung
Ringsideroblasten
Entartete Vorläuferzellen der roten Blutzellen (Erythrozyten), die bei den myelodysplastischen Syndromen und der akuten myeloischen Leukämie vorkommen
Rote Blutzellen
Erythrozyten
Röhrenknochen
Längliche, eher stangenartige Knochen (z.B. der Oberschenkelknochen)
Salmonellen
Bakterienart, die vor allem in Lebensmitteln vorkommt und verschiedene Infektionskrankheiten hervorrufen kann
Sammelurin
Über einen bestimmten Zeitraum gesammelte Urinmenge; im eigentlichen Sinne der über 24 Stunden gesammelte Urin
Schilddrüse
Unterhalb des Kehlkopfs liegendes, schmetterlingsförmiges Organ; speichert Jod und bildet wichtige Hormone
Schlaganfall
Durchblutungsstörung des Gehirns z.B. durch Verstopfung wichtiger Arterien; führt zu Lähmungen und auch zum Tod
Schleimhaut
Bestimmter Hauttyp (Mucosa), der das Innere von Hohlorganen auskleidet
Second Opinion
Zweite Meinung; zum Zwecke der Sicherung einer Diagnose oder eines Therapievorschlags wird mehr als ein Arzt konsultiert
Sedativum/Sedativa
Beruhigungs- bzw. Schlafmittel
Sedierend
Beruhigend; zum Schlaf führend
Sedierung
Beruhigung durch Schlaf- bzw. Beruhigungsmittel; Sedativa
Sekrete
Flüssigkeit, die von Organen ausgeschieden werden (z.B. Gallensaft/Verdauung oder Nasensekret/Feuchthaltung der Schleimhäute)
Sekretorisch
Die Ausscheidung von Sekreten betreffend
Sekundäre MDS
Myelodysplastische Syndrome, die in Folge einer früheren Chemo-/Strahlentherapie entstanden sind
Sepsis
Blutvergiftung; Infektion, die zu einer, den ganzen Körper betreffenden Entzündungsreaktion führt; bei einem schlimmen Verlauf können die Körperorgane versagen
Serum
Blutplasma
Serum-Elektrophorese
Trennen der im Blutplasma (Serum) enthaltenen Partikel nach Größe und Ladung
Serumkalziumspiegel
Kalziummenge im Blutplasma (Kalzium)
Serumkreatininwert
Kreatininmenge im Blutplasma (Kreatinin)
Signalstoffe
Im Wesentlichen Hormone
Sinterung
Einsinken von Wirbeln der Wirbelsäule; Ursache ist oft das multiple Myelom
Smouldering/Schwelendes Myelom
Übergangsstadium zwischen MGUS und multiplem Myelom
Somatisch
Den Körper betreffend
Sonographie
Ultraschall
Spezifisch
Arteigen; nur diese Art betreffend
Spezifische Immunantwort
Teil der Immunabwehr des Körpers (Immunantwort)
Splenektomie
Operative Entfernung der Milz
Splenomegalie
Vergrößerung der Milz
Stadieneinteilung
Klassifizierung einer Erkrankung in verschiedene Schweregrade; meist abhängig von der Ausprägung verschiedener Krankheitsanzeichen
Stadium
Entwicklungsstufe einer Krankheit
Staging
Stadieneinteilung
Stammzelle
Spezielle Art einer Körperzelle, die sich entweder in zwei gleiche Tochterzellen teilt oder sich zu mehreren Zellen mit unterschiedlichen Aufgaben entwickeln kann; die für die Blutbildung wichtigen Stammzellen sitzen im Knochenmark
Stammzelltransplantation
Übertragung von Stammzellen aus dem Blut eines fremden Spenders (allogene Transplantation) oder des Patienten selbst (autologe Transplantation) bei beispielsweise einer Leukämie; im Vorfeld wird meist eine starke Chemotherapie durchgeführt, um die entarteten weißen Blutzellen zu zerstören. Gibt es keine Abstoßreaktion des Körpers, wachsen die neuen Stammzellen im Knochenmark an und bilden Blutzellen
Stationär
In bzw. auf der Station eines Krankenhauses
Steril
Absolut frei von Mikroorganismen
Sternalpunktion
Entnahme von Knochenmark aus dem Brustbein (Sternum)
Sternberg(-Reed-)Riesenzellen
Beim Hodgkin-Lymphom vorkommende, unreife weiße Blutzellen
Steroide
Gruppe chemischer Verbindungen, zu denen auch die Geschlechtshormone Östrogen, Progesteron und Testosteron zählen; werden auch zu therapeutischen Zwecken verabreicht (z.B. Dexamethason)
Steroidresistenz
Der Körper spricht auf Steroide nicht an
Stoffwechsel
Stoffwechselprozesse
Stoffwechselprozesse
Prozesse im Körper, die seiner Versorgung mit Energie und der Ausscheidung von Abfallstoffen dienen
Strahlenbehandlung
Behandlung einer Krebserkrankung mit radioaktiver Strahlung; die Strahlen brechen chemische Bindungen in der DNS auf, schädigen die Tumorzellen, so dass diese sich nicht mehr teilen können. Die Strahlenbehandlung erfolgt in mehreren Sitzungen
Strahlenexposition
einer Strahlung ausgesetzt
Stromazellen
Zellen des Bindegewebes
Strukturgen
Gen, das Informationen für die Herstellung bestimmter Eiweiße (Proteine) enthält
Studie
Medizinischer Test (mit Menschen) der zum Ziel hat, die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit eines Medikaments zu belegen; meist werden die Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt; eine Gruppe erhält das zu prüfende Medikament, die andere ein Scheinmedikament oder die bisherige Standardtherapie
Stützstrümpfe
Spezielle Strümpfe, die z.B. bei Operationen bzw. nach Operationen getragen werden, um Blutgerinnseln (Thrombosen) in den Beinen vorzubeugen
Suppositiv
Unterstützend
Suppressorgene
Tumorsuppressorgene
Symptom
Krankheitsanzeichen
Syngene Transplantation
Transplantation identischen Gewebes, nur möglich bei eineiigen Zwillingen
Systole
Blutdruck während der Anspannungsphase, also wenn das Herz das Blut ins Gefäßsystem pumpt
Szintigraphie
Bildgebendes Verfahren, bei dem ein radioaktives Mittel in den Körper gespritzt wird, welches sich in bestimmten Organen anreichert; der Arzt kann auf diese Weise Veränderungen erkennen
SZT
Stammzelltransplantation
T-Lymphozyten
Zellen, die zu den weißen Blutzellen gehören; eine Unterform der Lymphozyten; sie schützen vor Virusinfektionen und sind in der Lage, einige Arten von Krebszellen zu erkennen
T-Zellen
T-Lymphozyten
Tachykardie
Anstieg der Herzschlagfrequenz auf über 100 Schläge pro Minute
Teratogenese
Entstehung einer Fehlbildung an einem Embryo
Teratogenität
Die Einwirkung chemischer bzw. physikalischer Faktoren; führen zu Fehlbildungen am sich entwickelnden ungeborenen Leben
Thalidomid
Chemischer Wirkstoff; wurde als Schlafmittel in den 60er Jahren (Contergan) von vielen Frauen eingenommen und verursachte Fehlbildungen an ungeborenem Leben; wird heute unter Einhaltung höchster Sicherheitsauflagen gegen Lepra oder bestimmte Arten von Krebs (z.B. multiples Myelom) eingesetzt
Therapie
Behandlung von Verletzungen und Krankheiten zum Zwecke der Besserung bzw. Heilung
Therapierefraktär
Nichtansprechen auf eine Therapie
Thorax
Brustkorb
Thrombin
Eiweiß; an der Blutgerinnung beteiligt
Thrombopoese
Bildung von Blutplättchen (Thrombozyten)
Thrombose
Blutgerinnsel; kann zum Verschluss von Blutgefäßen (meist von Venen) führen; löst es sich, kann es in die Lunge wandern und dort eine gefährliche Lungenembolie verursachen
Thrombozyten
Werden auch Blutplättchen genannt; wichtig in der ersten Phase der Blut-gerinnung nach Verletzungen; Sie stoppen eine Blutung, indem sie miteinander verkleben und so die Wunde mit einem Pfropf (Thrombus) verschließen
Thrombozytenkonzentrat
Aus dem Blut gewonnene Flüssigkeit, hauptsächlich bestehend aus Blutplättchen (Thrombozyten) zum Zwecke der Übertragung bei einer Thrombozytopenie
Thrombozytopenie
Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten); Begleiterscheinungen sind Nasen-/Zahnfleischblutungen; eine Wunde schließt sich nur langsam
Thrombozytose
Vorübergehender Anstieg der Zahl der Blutplättchen
Thrombus
Blutgerinnsel; Thrombose
Thymus
Hinter dem Brustbein liegendes lymphatisches Organ; produziert die Hormone Thymosin und Thymopoetin; erreicht seine volle Größe im Kindesalter; bildet sich im Alter zurück
TNF-alpha
Tumornekrose-Faktor alpha
Tochtergeschwulst
Metastase
Tonsillen
Mandeln
Toxisch
Giftig
Toxizität
Giftigkeit
Toxoplasmose
Durch Parasiten hervorgerufene Infektionskrankheit, die bei Menschen mit stabilem Immunsystem meist harmlos verläuft, für Schwangere und immungeschwächte Patienten aber gefährlich werden kann
Transformation, maligne
Der Veränderungsprozess von gesunden Zellen zu Tumorzellen, die dann ungehemmt wachsen und sich so unkontrolliert vermehren
Transfusion
Eine Methode, Spenderblut oder Spenderblutplättchen in die Blutbahn einzubringen; nicht zu verwechseln mit der Infusion, bei der Medikamente in die Blutbahn geschleust werden
Transfusionsreaktion, hämolytische
Reaktion des Empfängers auf eine Bluttransfusion, die Antikörper gegen die roten Blutkörperchen des Empfängers enthält; die Reaktion kann sofort oder wenige Tage nach der Übertragung einsetzen
Translokation
Ein Stück eines Chromosoms löst sich ab und dockt an einem anderen Chromosom wieder an
Transplantat
Das Organ oder Gewebe, das gespendet wird
Transplantat-gegen-Empfänger-Erkrankung
Mögliche Nebenwirkung einer Transplantation, bei der die gespendeten Blutzellen die Körperzellen des Empfängers als fremd angreifen und eventuell eine Entzündung hervorrufen (auch: Graftversus-host-disease; Spender-gegen-Empfänger-Erkrankung); zur Vorbeugung werden Medikamente verabreicht
Transplantation
Die Übertragung eines Organs oder Gewebes von einem Spender auf einen Empfänger; (allogene Transplantation); oder direkt vom Patienten selbst (autologe Transplantation)
Tumor
Geschwulst; Zunahme des Gewebevolumens; Neubildung von gutartigem (benignem) oder bösartigem (malignem) Gewebe; gutartige Tumore verdrängen das umliegende Gewebe, bilden aber keine Tochtergeschwulste (Metastasen). Bösartige Tumore dagegen wachsen in das Gewebe hinein, zerstören es und bilden Metastasen. Die Zellen eines bösartigen Tumors haben die Fähigkeit der kontrollierten Zellteilung verloren und teilen sich ungehemmt. Die verschiedenen Arten der Tumore können fast jede Körperstelle befallen
Tumor-Zellmasse
Die Gesamtheit der Tumorzellen
Tumorantibiotikum
Medikament, das das Krebswachstum bremst
Tumormarker
Körpereigene Moleküle, die, wenn sie im Blut oder in einer anderen Körperflüssigkeit gefunden werden, auf einen Tumor hindeuten
Tumorsuppressorgen
Bestimmtes Gen, das die Entstehung unkontrolliert wachsender Tumorzellen verhindert
Tyrosinkinasen
Gruppe von körpereigenen Enzymen; ihre Hemmung ist bei manchen Tumoren Teil der Therapie
Ulcus
Geschwür
Ulzeration
Bildung eines Geschwürs
Undifferenziert
Noch nicht zu einer bestimmten Zellart zugehörige Stammzelle; kann sich noch in verschiedene Zellarten verwandeln (differenzieren; Differenzierung)
Unspezifisch
Nicht arteigen; nicht diesen Typ betreffend
Unspezifische Immunantwort
Immunantwort
Urikopathie
Gicht
Urintest
Untersuchung des Urins
Vaquez-Osler-Krankheit
Polycythaemia vera
Vena-Cava-Superior-Syndrom
Einengung der großen Körpervene (Vena cava); oft lebensbedrohlicher Notfall
Venen
Blutgefäße, die das Blut zum Herzen zurückbringen
Venenkatheter
Röhrchen oder kleiner Schlauch; wird in eine Vene eingeführt; periphere Venenkatheter sind etwas kleiner und werden für Infusionen in äußere (periphere) Venen (z.B. am Unterarm) gelegt. Zentrale Venenkatheder werden für Infusionen in größere Venen gelegt (z.B. im Hals-Kopf-Bereich)
Venenthrombose
Thrombose
Virchow, Rudolf
Arzt (1821 – 1902); beschrieb als erster die Leukämie
Virologie
Die Lehre von Viren
Virus (das oder der)/Viren (die)
Sehr kleine Strukturen; keine selbstständig lebensfähigen Organismen; werden übertragen und können gefährliche Krankheiten auslösen
Viskosität
Zähigkeit einer Flüssigkeit
Vollnarkose
Methode der Betäubung, bei der der Patient mit Medikamenten oder Gasen in einen Zustand der Bewusstlosigkeit und Schmerzunempfindlichkeit versetzt wird; ein Narkosearzt (Anästhesist) verabreicht die Narkosemittel und überwacht während der Operation den Zustand des Patienten
Vorläufer
Bei Zellen aus einer Stammzelle hervorgegangene Zelle, die sich dann fertig entwickelt
Wachstumsfaktor
Hormon, das Wachstums- und Entwicklungsprozesse im Körper steuert
Waldenström-Krankheit
Makroglobulinämie; andere Bezeichnungen dieser Krankheit: Immunozytom, Makroglobulinämie, Lymphoplas-mazytisches Lymphom
Waldeyer`scher Rachenring
Lymphatischer Rachenring
Wechselwirkungen
Beabsichtigte oder nicht beabsichtigte Wirkungen zwischen Medikamenten
Weiße Blutzellen
Leukozyten
WHO
Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation)
Wirbelsäule
Rückgrat, bestehend aus den Wirbeln der Halswirbelsäule, der Brustwirbelsäule, der Lendenwirbelsäule, dem Kreuzbein und dem Steißbein
Wiskot-Aldrich-Syndrom
Schwerer Immundefekt mit Blutgerinnungsstörung; Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie); äußeres Merk-mal Hautausschlag
Zellatmung
Prozess der Energiegewinnung, der in jeder Zelle stattfindet
Zelle
Kleinste Einheit von Lebewesen mit verschiedenen Organellen (winzigen Organen); im Kern (Nukleus) jeder Zelle liegt das Erbmaterial (DNS) in Form von Chromosomen vor
Zellteilung
"Fortpflanzung" der Zellen
Zellulose
Kohlenhydrat und Baustein der Pflanzenzelle; kann vom menschlichen Organismus nicht verdaut werden; wichtiger Ballaststoff für die Darmfunktion
Zentraler Venenkatheter
Venenkatheter
Zentroblast
Vorläuferzelle eines B-Lymphozyten
Zentroblastom
Ein von den Zentroblasten gebildetes Non-Hodgkin-Lymphom (Zentroblastisches Lymphom)
Zugang, venöser
Venenkatheter
ZVK
Zentraler Venenkatheter
Zyklus
Behandlungszyklus
Zytogenetik
Die Lehre von Chromosomen; sie befinden sich im Kern jeder Zelle
Zytogenetische Diagnostik
Zytogenetische Tests
Zytogenetische Tests
Bestimmte Untersuchungen der Chromosomen, um Veränderungen am Erbgut feststellen zu können
Zytokine
Signalstoffe des menschliche Körpers, die Wachstumsprozesse steuern
Zytomegalie
Durch ein Virus hervorgerufene Erkrankung, die nach Ansteckung lebenslang im Körper bleibt; für Menschen mit funktionierendem Immunsystem nur selten bedrohlich; kann für immungeschwächte Patienten (z.B. nach einer Stammzelltransplantation) jedoch schnell gefährlich werden
Zytopenie
Oberbegriff für einen Zellmangel im Blut; Erythrozytopenie: Mangel an roten Blutkörperchen; Leukopenie: Mangel an weißen Blutkörperchen; Thrombozytopenie: Mangel an Blutplättchen
Zytostatika
Sammelbegriff für Medikamente, die in der Chemotherapie eingesetzt werden, um das Wachstum bösartiger Zellen zu hemmen; sie schädigen die Tumorzellen, jedoch auch die gesunden Zellen

